HOME

Wolkenkratzer "Olymp" in Grosny: Hochhausbrand nach Stunden gelöscht

Der Brand in einem 40-stöckigen Hochhaus im russischen Grosny ist gelöscht. Das Feuer war ersten Erkenntnissen zufolge nach einem Kurzschluss ausgebrochen. Verletzt wurde niemand.

Das verheerende Feuer in einem 145 Meter hohen Wohnhaus in der russischen Stadt Grosny im Nordkaukasus ist gelöscht. Hunderte Einsatzkräfte von Feuerwehr und Zivilschutz hatten mehrere Stunden gegen die Flammen gekämpft. Die Arbeiten verzögerten sich, weil dichter Rauch und benachbarte Wolkenkratzer einen Hubschraubereinsatz verhinderten. Das Feuer war ersten Erkenntnissen zufolge nach einem Kurzschluss ausgebrochen.

Niemand sei verletzt worden, teilte der Zivilschutz des früheren Kriegsgebietes Tschetschenien am Donnerstag mit. Das höchste Wohnhaus Russlands außerhalb der Hauptstadt Moskau steht noch leer. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen "fahrlässiger Vernichtung von Vermögenswerten". Die Ermittler gehen davon aus, dass Sicherheitsvorschriften missachtet wurden.

Tschetscheniens umstrittener Machthaber Ramsan Kadyrow kündigte an, der mehr als 40-stöckige Prestigebau "Olymp" werde "noch schöner und besser als das bisherige" wieder aufgebaut.

Prestigebau soll wieder aufgebaut werden

Der Hochhauskomplex im Luxusviertel Grosny-City gilt als Symbol für die Wiedergeburt der in beiden Tschetschenienkriegen verwüsteten Stadt unter Präsident Ramsan Kadyrow. Das Budget der verarmten Teilrepublik besteht fast nur aus Zuschüssen der Zentralregierung. Zur Eröffnungsfeier des Areals an seinem 35. Geburtstag lud der tschetschenische Machthaber 2011 noch Stars wie den Popsänger Seal, Geigerin Vanessa Mae und die US-Schauspielerin Hillary Swank ein.

Ein Appartement des französischen Schauspielers Gérard Depardieu, das ihm Kadyrow in dem Luxusviertel Grosny-City geschenkt hatte, war nicht betroffen. Die Fünfzimmerwohnung liegt entgegen ersten Meldungen in einem anderen Gebäude des Komplexes.

jwi/DPA/AFP / DPA