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Womöglich Brandstiftung: Tourist stirbt bei Waldbränden an Costa del Sol

An der Costa del Sol wüten Waldbrände, nahe dem beliebten Badeort Marbella wird die verkohlte Leiche eines Briten gefunden. Tausende Menschen werden evakuiert. Womöglich waren Brandstifter am Werk.

Erneut wüten im Süden Spaniens verheerende Waldbrände. An der Urlaubsküste Costa del Sol mussten am Freitag etwa 5000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, wie die Provinzregierung von Málaga mitteilte. Mindestens ein Mensch fiel den Flammen zum Opfer: In der Ortschaft Ojén wurde die verkohlte Leiche eines 78-jährigen Briten gefunden. Fünf Menschen kamen mit Verbrennungen oder Rauchvergiftungen in Krankenhäuser.

Insgesamt sechs Ortschaften in der Provinz Málaga sind vom Feuer bedroht. Ein Küstenhotel mit 200 Gästen musste komplett evakuiert werden. Bei den Löscharbeiten waren den Angaben zufolge etwa 800 Feuerwehrleute, Militärs und Freiwillige sowie 17 Flugzeuge und Hubschrauber im Einsatz. Das Agrarministerium in Madrid stellte weitere sechs Flugzeuge und drei Hubschrauber bereit.

Ein Einwohnerin der Ortschaft Ojén berichtete spanischen Medien, dass ihr Sohn sie um drei Uhr morgens weckte, weil sich das "riesige Feuer" ihrer Wohnung dicht genähert hatte. "Wir sind aus dem Haus gerannt so wie wir angezogen waren. Das Herz schlug uns bis zum Hals." Der Bürgermeister von Ojén, José Antonio Gómez, erzählte entsetzt, dass sein Dorf "bis zur Hälfte" niedergebrannt sei.

Flammen hatten sich bis Marbella ausgebreitet

Das Feuer war am Donnerstag in Coín im dem Sierra-Negra-Gebirge ausgebrochen und hatte sich wegen des starken Windes und der hohen Temperaturen blitzschnell vergrößert, wie der Umweltbeauftragte der Stadt Málaga, Javier Carnero, mitteilte. Ersten Schätzungen zufolge zerstörte der Brand eine Fläche von bis zu 1000 Hektar.

Die Flammen hatten sich rasch bis Marbella ausgebreitet. Die Bürgermeisterin des beliebten Urlaubsortes, Ángeles Muñoz, sagte, dass bereits einige Häuser in den Außenbezirken in Brand geraten seien. Die Mittelmeer-Autobahn AP-7 musste abschnittsweise in beiden Richtungen gesperrt werden.

Der Regierungschef von Andalusien, José Antonio Griñán, sagte vor der Presse, es bestehe der Verdacht auf Brandstiftung. Das schwer zugängliche Gelände behindere die Löscharbeiten. Dennoch zeigte Griñán sich optimistisch, dass der Brand noch am Freitag unter Kontrolle gebracht werden könne.

Seit Jahresbeginn zerstörten die Flammen in Spanien nach offiziellen Angaben etwa 140 000 Hektar Wald. das ist dreimal so viel wie im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.

DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.