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Unwetterwarnung in Deutschland: Wetter live: Sturmtief "Eberhard" streift München, "Franz" bringt neue Kaltluft

Kaum hat Sturmtief "Eberhard" Deutschland den Rücken gekehrt, steht ein neues Tief in den Startlöchern. "Franz" soll den Westen schon am Dienstag erreichen und schwere Sturmböen mitbringen.  Eine interaktive Karte zeigt die Wetterlage live.

Die letzten Ausläufer von Tief "Eberhard" haben am Morgen die bayerische Landeshauptstadt München erreicht. Dichtes Schneegestöber und Orkanböen mit bis zu 120 Stunenkilometern fegten am Montag über die Stadt hinweg. Im Stadtteil Giesing lösten sich Dachplatten einer Kirche, sodass der Bereich um das Gotteshaus weiträumig gesperrt werden musste. Meteorologen hielten die zweithöchste von vier Unwetterwarnstufen für München und mehr als ein Dutzend Landkreise aufrecht.

Und es droht bereits weiteres Unheil. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Sturmböen aus westlichen Richtungen mit Windstärken um 80 Stundenkilometer. Dazu prophezeit der DWD für Montag verbreitet Schneeregen sowie Schnee- und Graupelschauer. Das unbeständige und stürmische Wetter soll sich bis zum Wochenende fortsetzen. "Ein Sturmtief jagt das nächste", heißt es vom DWD. Demnach erreichen schon am Dienstag Ausläufer von Sturmtief "Franz" Teile Deutschlands. Besonders im Westen und Norden soll der Wind auffrischen. In der Nacht auf Mittwoch und am Mittwoch werden schwere Sturmböen von bis zu 100 Stundenkilometern erwartet.   

Orkanböen jagen mit 164 Stundenkilomtern über den Feldberg

Unterdessen hat der DWD eine erste Bilanz des Sturmtiefs Eberhard gezogen. Den Spitzenwert ermittelten die Meteorologen im hessischen Alsfeld, wo Orkanböen von bis zu 126 Stundenkilometern gemessen wurden. Dicht dahinter folgten Chemnitz und die Region Leipzig/Halle mit Böen von mehr als 120 Stundenkilometern. Sogar mit 164 Stundenkilometern zog Eberhard über den Feldberg im Schwarzwald. Laut DWD zog das Tief vor allem über die Mitte und den Norden Deutschlands. Am Sonntagabend musste die Deutsche Bahn ihren Betrieb teilweise einstellen – insbesondere auf den Strecken in NRW kam es auch noch am Montagmorgen zu Verspätungen und Zugausfällen. 

Im Hochsauerlandkreis gab es ein Todesopfer: Ein entwurzelter Baum sei während der Fahrt auf das fahrende Auto eines Mannes gestürzt - für den 47-Jährigen sei jede Hilfe zu spät gekommen, teilte die Polizei mit. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe von Nuttlar. Die Beifahrerin konnte das Auto selbstständig verlassen.  

Wetter live: Sehen Sie, wo es gerade stürmt und schneit

Die untenstehende interaktive Karte zeigt, wo es gerade besonders stürmt. Darüber hinaus kann man über den Zeitstrahl unten in der Grafik auch die Vorhersage für einen späteren Zeitpunkt abrufen. Drücken Sie auf den "Play"-Button unten links, um die Prognose im Zeitraffer zu sehen. Oben rechts kann die dargestellte Ebene umgestellt werden, etwa von Regen auf Temperatur oder Wind. Ein Klick in die Karte zeigt den Wert für den gewählten Punkt.

 

Bereitgestellt wird der Service von "Windy.com". Die Macher nutzen für ihre Darstellungen und Vorhersagen das Modell vom "Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage". Weitere aktuelle Warnungen zur Unwetterlage gibt es beim DWD

js