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Tief "Bernd" Zahlreiche Haushalte in der Eifel ohne Strom – Mobilfunk-, Festnetz- und Trinkwasserversorgung teils unterbrochen

Überflutete Straße in Esch (Kreis Ahrweiler)
Die Straßen in Esch (Kreis Ahrweiler) haben sich in reißende Ströme verwandelt. Andauernde Regenfälle haben in Rheinland-Pfalz zahlreiche Ortschaften und Keller geflutet. Tief "Bernd" bringt Regen über Eifel und Hunsrück und sorgt mancherorts für Stromausfälle.
© Thomas Frey / Picture Alliance
Tief "Bernd" sorgt in den vom Unwetter betroffenen Gebieten für großflächige Stromausfälle. Auch das Mobilfunknetz brach mancherorts zusammen.

Die Unwetter und Überschwemmungen in der Eifel haben zu einem großflächigen Stromausfall geführt. Wie eine Sprecherin des Netzbetreibers Westnetz sagte, seien in Rheinland-Pfalz besonders die Kreise Ahrweiler, Vulkaneifel, Mayen-Koblenz, Bitburg-Prüm und Trier-Saarburg betroffen. Dort ständen zahlreiche Ortsnetzstationen unter Wasser und hätten abgeschaltet werden müssen, wie Westnetz in Saffig mitteilte.

Starkregen sorgt in vielen Teilen Deutschlands für Hochwasser und Überschwemmungen.

In Eifelregion zirka 190.000 Haushalte von Stromausfall betroffen

Im Landkreis Bernkastel-Wittlich seien vereinzelte Ortschaften ohne Strom. Mehr als 100 Kolleginnen und Kollegen der Westnetz in Rheinland-Pfalz seien im Dauereinsatz, um an den Orten, wo es möglich ist, die Stromversorgung wieder in Gang zu bringen, sagte die Sprecherin.

Aktuell seien rund 190.000 Haushalte ohne Strom, weil Umspannwerke und andere Anlagen überflutet seien und abgeschaltet werden mussten. Betroffen seien vor allem das Bergische Land und die Eifel.

Bundeswehrunterstützung

Nach der Hochwasserkatastrophe in Teilen von Rheinland-Pfalz läuft seit Stunden ein großangelegter Rettungseinsatz. Polizeihubschrauber seien unterwegs, um Menschen von Hausdächern oder aus Bäumen zu retten, berichtete Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstag zu Beginn der Landtagsplenarsitzung in Mainz. Auch die Bundeswehr helfe mit rund 200 Soldaten. Es gebe sehr viele Vermisste, sagte Dreyer. Es sei unklar, ob sie sich selbst hatten retten können. Sie zu erreichen sei schwierig, da zusätzlich das Mobilfunknetz zum Teil ausgefallen sei.

Nach den heftigen Regenfällen kommt es in mehreren Gemeinden des Kreises Bitburg-Prüm auch zu Einschränkungen in der Trinkwasserversorgung in Folge der Stromausfälle, teilte der Katastrophenschutz des Kreises über Facebook mit. Die Versorgung sei voraussichtlich "auf Tage eingeschränkt". Die Bewohner wurden aufgerufen, mit dem vorhandenen Wasser sparsam umzugehen und auf Reinigungsarbeiten zu verzichten.

Die Telekom meldet unterdessen auch Einschränkungen bei Festnetzanschlüssen und bittet um Geduld für längere Wartezeiten bei all ihren Hotlines, die wegen zahlreicher Störungen derzeit überlastet seien.

km DPA

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