Neue stern-Recherchen zur Flut Kein Handyempfang, keine Vorbereitung: Wie der dilettantische Katastrophenschutz in Ahrweiler Leben gekostet hat

Eine zerstörte Brücke in Altenahr
Auch in Altenahr im Landkreis Ahrweiler sind die Schäden der Flutkatastrophe noch immer sichtbar. Der Wiederaufbau wird trotz der zahlreichen freiwilligen Helfern noch Jahre dauern. Aktuelle stern Recherchen zeigen, welches Ausmaß das menschliche Versagen mit sich brachte
© Christoph Hardt/ / Picture Alliance
Neue Recherchen des stern zeigen ebenso wie die Aussagen im Untersuchungsausschuss des Mainzer Landtags, wie dilettantisch der Kreis Ahrweiler und vor allem Landrat Joachim Pföhler den Katastrophenschutz betrieben haben. Das gesamte Management sei selber eine Katastrophe gewesen, sagen Experten – sie konstatieren menschliches Versagen auf allen Ebenen.

Stephan Wefelscheid, 43, nimmt das Wort "Skandal" auch dann noch nicht in den Mund, wenn das Unfassbare aus den Akten springt. Die Ermittlungen laufen noch, sagt er oft, man wolle ihnen nicht vorgreifen. Der Rechtsanwalt aus Koblenz ist Obmann der oppositionellen Freien Wähler Landtagsfraktion im Mainzer Untersuchungsausschuss zur Flut. Bei einer Szene gibt er seine Zurückhaltung jedoch auf. Es ist der Moment, als die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) bei einem Pressetermin am 15. Juli 2021 im Ahrtal den Landrat des Kreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler, mit den Worten lobt: "Ich will dem Landrat auch wirklich danken für die Einsatzbereitschaft hier vor Ort."


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