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Wintereinbruch: Auch in den Großstädten wird es jetzt bitterkalt

In den kommenden Tagen erwartet uns sibirisches Wetter: Klirrender Frost breitet sich zum Wochenende in ganz Deutschland aus. In München soll es bis zu minus 20 Grad kalt werden.

Tief "Axel" wird in ganz Deutschland für klirrende Kälte sorgen

Tief "Axel" wird in ganz Deutschland für klirrende Kälte sorgen

Noch ist es vielerorts mild, doch am Donnerstag ändert sich das: Es wird bitterkalt in Deutschland. Vor allem in Höhenlagen werden tiefe Minusgrade erwartet. Im Bergland könnten die Temperaturen über frisch gefallenem Schnee auf minus 20 Grad sinken, prognostizieren die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. Zwischen Erzgebirge und Alpen sind nächtliche Tiefstwerte zwischen minus 7 und minus 15 Grad möglich. 

Kalt wird es nach Angaben der Meterologen nicht nur nachts: Am Freitag sei in ganz Deutschland tagsüber "gemäßigter Frost" bis minus 7 Grad zu erwarten, sagte Meteorologe Lars Kirchhübel vom Wetterdienst. In München fallen die Temperaturen laut aktueller Wettermodelle am frühen Samstag auf minus 20 Grad. In anderen Städten wie Hamburg, Köln oder Berlin wird es nicht ganz so kalt, doch auch dort schaffen es die Temperaturen am Wochenende nicht oder nur ganz knapp über den Gefrierpunkt. "Das ist die größte Kältewelle, die wir bislang in diesem Winter hatten", sagte DWD-Meteorologe Andreas Friedrich.

Schnee in der Sahara

Tief "Axel" sorgt für stürmisches Wetter

Schnee wird in den kommenden Tagen wohl aber nicht in ganz Deutschland fallen. Am meisten Schnee sei am Alpenrand und im Erzgebirge zu erwarten, so DWD-Meteorologe Friedrich. Bis Samstag werde dann vermutlich der gesamte Osten und Süden Deutschlands unter einer Schneedecke liegen.

Schon in der Nacht zum Mittwoch brachte "Axel" kräftigen Sturm nach Deutschland: Auf den Bergen sowie an der Nordsee traten vielfach orkanartige Böen oder Orkanböen auf. Auf dem Brocken im Harz wurden Spitzen-Windgeschwindigkeiten von 123 Kilometern in der Stunde erreicht, im Erzgebirge auf dem Fichtelberg Orkanböen von 114 Stundenkilometern gemessen. Auf Spiekeroog wehte der Wind mit einer Geschwindigkeit von 112 Kilometern in der Stunde, auf der Hallig Hooge waren es immerhin 107 Kilometer.

Sturmflutgefahr an der Ostsee

Auf die deutsche Ostseeküste könnte in der Nacht zu Donnerstag die schwerste Sturmflut seit mehr als zehn Jahren zukommen. Eine Flut mit Werten über 1,50 Meter über dem normalen Wasserstand ist nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt nicht auszuschließen.

Ursache ist nicht nur Tief "Axel" - auch führt die Ostsee zurzeit besonders viel Wasser, weil der Westwind in den vergangenen Tagen viel Nordseewasser in das Nachbarmeer gedrückt hat. Auf der vor Wismar gelegenen Ostsee-Insel Poel lagen 30.000 Sandsäcke bereit.


kis mit DPA