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Bibber-Temperaturen: Das hier ist kein Archivbild: Der Winter ist zurück!

Noch vor wenigen Wochen zeigte sich der Frühling von seiner schönsten Seite: warm und trocken. Experten prophezeiten gar schon einen weiteren Dürresommer. Doch davon kann derzeit keine Rede sein. Im Gegenteil. Mancherorts liegt sogar schon wieder Schnee.

Ein Mädchen lässt sich am Samstag auf dem verschneiten Plateau des Großen Feldbergs in Hessen auf einem Schlitten ziehen

Winter im Mai: Ein Mädchen lässt sich am Samstag auf dem verschneiten Plateau des Großen Feldbergs in Hessen auf einem Schlitten ziehen.

DPA

An Ostern keimte bereits leichte Hoffnung auf. Hoch "Katharina" verbreitete fast überall in Deutschland einen Hauch von Sommer, und die Temperaturen kletterten mancherorts sogar auf bis zu 24 Grad hoch. Behörden warnten wegen Trockenheit vor Waldbrandgefahr,  die Feuerwehr rückte in verschiedenen Teilen Deutschlands zu Wald- und Flächenbränden aus, und in Thüringen kämpften die Rettungskräfte sechs Tage lang gegen ein Feuer an der Bleichloch-Talsperre. Experten prophezeiten sogar einen weiteren Dürresommer wie schon 2018. Und jetzt? Fällt sogar wieder der erste Schnee.

Eine von Norden kommende Kaltfront sorgt in fast ganz Deutschland für ein deutlich unterkühltes Wochenende mit Bibber-Faktor. Bei starker Bewölkung und teils kräftigen Niederschlägen ist es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nicht nur wegen der Temperaturen von maximal fünf bis 13 Grad ungemütlich. In den Mittelgebirgen reichen die Höchstwerte am Samstag kaum über drei Grad hinaus. In der Nacht bedeckte eine dünne Schneedecke die Höhenlagen im Harz, allerdings blieb der Schnee nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) unterhalb von 700 Metern nicht liegen.

Frostiges Wetter: Sogar der Winterdienst ist wieder unterwegs

In Thüringen war auf den Autobahnen 4,9, 71 und 72 am Samstagmorgen der Winterdienst unterwegs, um Glätte zu verhindern. Vielerorts schneite es nach Angaben eines Sprechers der Autobahnpolizei kräftig, auf der Schmücke lagen am Morgen sechs Zentimeter Neuschnee. Auch in den Mittelgebirgsregionen Hessens setzte am frühen Morgen Schneefall ein. Im Südwesten sollte die Schneefallgrenze am Sonntagmorgen auf 600 Meter sinken. Bis Samstagabend sollte die Kaltfront auch die Alpen erreichen und dort für Schnee auch in niedrigeren Lagen sorgen.

Am Sonntag ist es nach Angaben der Meteorologen zumindest im östlichen Teil Deutschlands zunehmend heiter, die Temperaturen steigen dabei aber nicht wesentlich. Im Norden und Westen bleibt es eher feucht, wobei in den Alpen oberhalb von 600 bis 800 Meter auch mit Schnee zu rechnen ist. Auf den Alpengipfeln drohen Sturmböen, auch an der Nordsee werden steife Böen prognostiziert.

Auch mit Beginn der neuen Woche ist zunächst keine Wetterbesserung in Sicht: Der Frühling legt eindeutig eine Pause ein.

Das Wetter in Deutschland im Live-Tracker

Im nachfolgenden Live-Tracker können Sie live verfolgen, wie sich das Wetter in Deutschland entwickelt. Standardmäßig zeigt die Karte die Temperatur in allen Teilen der Bundesrepublik an. Die Menü-Anzeige oben rechts in der Grafik bietet darüber hinaus aber noch mehr Anzeige-Optionen, darunter: 

  • Wind
  • Regen und Schnee
  • Gewitter
  • Luftdruck

Am Fuß der Karte ist wiederum eine Animation mit dem prognostizierten Wetterverlauf verfügbar. Diese wird mit einem Klick auf den "Play-Button" gestartet. Darüber hinaus zeigt der Klick auf einen Städtenamen weitere Details. 

Bereitgestellt wird der Service vom Portal Windy.com. Die Macher nutzen für ihre Darstellungen und Vorhersagen das Modell vom "Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage". 

Kamel im Schnee
jek mit DPA