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Nach Landung von "Philae": "Rosetta" könnte Tiefflug über Kometen absolvieren

Das Labor "Philae" ist erfolgreich auf dem Kometen "Tschuri" gelandet, leidet aber an Energiemangel. Ende Januar soll die Muttersonde "Rosetta" einen Tiefflug wagen - und detaillierte Fotos machen.

Ende Januar soll sich die Sonde "Rosetta" bis auf fünf Kilometer an den Kometen annähern

Ende Januar soll sich die Sonde "Rosetta" bis auf fünf Kilometer an den Kometen annähern

Nach dem spektakulären Absetzen eines Mini-Labors auf dem Kometen "Tschuri" wird die Raumsonde "Rosetta" auf Tiefflüge über dem Gesteinsbrocken vorbereitet. Für Ende Januar sei geplant, dass sich "Rosetta" aus rund 30 Kilometer Abstand auf bis zu etwa fünf Kilometer heranwagt, sagte der Chef des Flugbetriebs bei der Europäischen Weltraumagentur Esa, Paolo Ferri, am Donnerstag in Darmstadt. Die Tiefflüge erlaubten besonders detaillierte Fotos. "Tschuri" saust Richtung Sonne und soll ihr im August nächsten Jahres besonders nahe sein. Auf seiner Reise entwickelt er den typischen Kometenschweif.

"Der Kometenschweif hat schon angefangen", sagte Ferri. "Die Aktivität wächst praktisch ständig". Die Tiefflüge seien aber nicht wirklich gefährlich. "Nur wenn die Aktivität des Kometen plötzlich steigt." Dann müsse der Flug von "Rosetta" korrigiert werden und die Sonde wieder einen größeren Abstand zu "Tschuri" einnehmen.

Von "Rosetta" aus war dem Mini-Labor "Philae" in der vergangenen Woche eine abenteuerliche Landung auf "Tschuri" geglückt - eine noch nie dagewesene Aktion in der Raumfahrtgeschichte. "Philae" macht wegen Strommangels derzeit eine Pause. Mit der "Rosetta"-Mission wollen Wissenschaftler mehr darüber erfahren, wie das Sonnensystem vor 4,6 Milliarden Jahre entstand und das Leben auf der Erde sich entwickelt haben könnte.

amt/DPA / DPA
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