Bilder vom Mars Gewaltige Bergrutsche und tiefe Schluchten


Die europäische Raumsonde "Mars Express" hat eindrucksvolle Bilder eines großen Grabensystems auf dem Mars fotografiert. Spuren vulkanischer Aktivität, möglicherweise auch von Wasser, wurden beobachtet.

Spektakuläre Bilder von bis zu 5000 Meter tiefen Schluchten auf dem Roten Planeten hat die europäische Raumsonde "Mars Express" zur Erde gefunkt. Auf den am Montag vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln veröffentlichten Aufnahmen sind gewaltige Bergrutsche zu sehen, die durch Instabilitäten am Hang verursacht wurden. Diese Hangrutschmassen hätten sich im südlichen Talgrund bis zu 70 Kilometer in die so genannte Ophir-Schlucht hineingeschoben, hieß es. Sie ist Teil des großen Grabensystems des Valles Marineris.

Ablagerungen und Formen im Valles Marineris geben dem DLR zufolge wertvolle Hinweise zu der noch ungeklärten Entstehungsgeschichte des Talsystems. Auf dem Talboden fänden sich Anzeichen vulkanischer Tätigkeit, aber auch Wasser oder Gletscher könnten dort Spuren hinterlassen haben.

Die Ophir-Schlucht wird im Westen von einem stark gerundeten Bergrücken namens Baetis Mense begrenzt. Bemerkenswert seien die "Candor Chaos" getauften schollenartigen Bruchstrukturen am Südausgang des zentralen Tales.

Die erste europäische Planeten-Expedition war mit der Raumsonde "Mars-Express" am 2. Juni 2003 von Baikonur in Kasachstan gestartet. Weihnachten 2003 hatte die Sonde nach knapp sieben Monaten und mehr als 400 Millionen Kilometern ihr Ziel erreicht. Eine erste Schlappe brachte der Lande-Roboter "Beagle 2", der auf dem Mars Bodenproben analysieren sollte, seit seiner Landung aber verschollen ist. Die ESA konzentriert sich nun auf Fotos von der Sonde, die in einer Umlaufbahn den Planeten umkreist.

DPA DPA

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