Erster Außeneinsatz an der ISS Überstunden im All


Verlängerung im Weltraum: Der erste Außeneinsatz von zwei Mitgliedern der "Atlantis"-Crew dauerte länger als geplant. Die Pannenserie begann gleich nach dem Ausstieg.

Es gab einige kleine Pannen, aber am Ende waren alle zufrieden: Zwei Astronauten des Space-Shuttle "Atlantis" haben am Montag knapp siebeneinhalb Stunden lang außen an der Internationalen Raumstation ISS gearbeitet. Sie brachten hauptsächlich eine neue Antenne und eine neue Plattform für Ersatzteile an. Der Außeneinsatz dauerte rund eine Stunde länger als geplant, weil das Duo Garrett Reisman und Steve Bowen es unter anderem mit einem Stromausfall und einem widerspenstigen Kabel zu tun hatte.

Es fing schon kurz nach dem Ausstieg an, als die Astronauten mit der Installation der Antennenschüssel begannen. Ein Stromproblem mit einem von drei ISS-Kommandocomputern zwang Reisman und Bowen zu einer kurzen Pause, weil wichtige Videokameras am Kranarm der Station vorübergehend keinen "Saft" bekamen. Dann quälten sich die Astronauten bei der Antennenmontage mit einem überraschenden Spalt zwischen dem Antennenarm und der Schüssel ab: Die Teile ließen sich einfach nicht ohne Zwischenraum zusammensetzen, und so wurden sie erst einmal provisorisch festgezurrt.

Zwei weitere Außeneinsätze geplant

Auch wollte sich ein Antennen-Kabel partout nicht anschließen Lassen. Schließlich gelang es aber, allerdings kostete das Manöver zusätzliche Zeit. Dazwischen musste Bowens Raumanzug mit neuem Sauerstoff betankt werden, um die Verlängerung des Außeneinsatzes zu ermöglichen. So erhielt "Dextre", der kanadische Roboterarm außen am amerikanischen "Destiny"-Labor, schließlich eine neue Plattform für Ersatzteile, und die Astronauten bereiteten die Installation frischer Batterien vor.

Während der insgesamt zwölftägigen "Atlantis"-Mission sind noch zwei weitere Außeneinsätze geplant. Wenn die "Atlantis" zur Erde zurückkehrt, stehen nur noch zwei weitere Shuttle-Missionen mit der "Discovery" und der "Endeavour" an, ehe die US-Fähren zum Jahresende außer Dienst gestellt werden.

DPA/AFP DPA

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