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Internationale Raumstation: Hausputz auf der ISS

Vor dem Damenbesuch wird nochmal aufgeräumt: Der Deutsche Thomas Reiter und seine zwei Kollegen bringen vor der Ankunft der ersten Weltraumtouristin Anousheh Ansari die ISS auf Vordermann.

Für ein gründliches Saubermachen auf der ISS reiche aber die Zeit nicht, teilte die russische Flugleitzentrale am Dienstag mit. Das am Montag von Baikonur aus gestartete Sojus-Raumschiff wird mit Ansari und der neuen Langzeitbesatzung an Bord am Mittwoch um 7.24 Uhr MESZ an der ISS andocken.

Mit jeder Erdumrundung näherte sich das Sojus-Raumschiff am Dienstag weiter seinem Ziel. Auf dem zweitägigen Flug litten Ansari und ihre zwei Begleiter, der US-Astronaut Michael Lopez-Alegria und der russische Kosmonaut Michail Tjurin, unter Kälte und der Gewöhnung an die Schwerelosigkeit. Das seien übliche Probleme auf Weltraumflügen, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau mit.

Landung der "Atlantis" gefährdet

Derweil bereiten starke Seitenwinde und Regenschauer den Nasa-Verantwortlichen Sorgen. Sie haben Zweifel an der für Mittwoch geplanten Landung der Raumfähre "Atlantis" auf dem US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) ausgelöst. "Das Wetter ist nicht so vielversprechend wie ich es mir wünsche", sagte der für die Landung zuständige Direktor der US- Raumfahrtbehörde NASA, Steve Stich, am Dienstag im Kontrollzentrum in Houston (Texas). Alle Tests zur Vorbereitung für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre seien aber normal verlaufen.

Die NASA hat für Mittwoch zwei mögliche Landetermine um 11.59 Uhr MESZ sowie um 13.34 Uhr MESZ festgelegt. Spielt das Wetter mit, werden um 10.57 Uhr zum ersten Mal die Triebwerke für den Wiedereintritt in die Atmosphäre gezündet. Die Raumfähre fliegt dann eine Kombination aus S-Kurven und Wellen, um die Geschwindigkeit abzubremsen. Falls es mit der Landung beide Male nicht klappen sollte, wird die "Atlantis" nach den Worten von Stich noch einen weiteren Tag die Erde umkreisen.

2010 ist Schluss für die Shuttle

Die "Atlantis" mit einer sechsköpfigen Crew an Bord sollte am Mittwoch ihren elftägigen Weltraumeinsatz beenden. Die Astronauten hatten bei drei Außenbordeinsätzen ein Paar riesiger Sonnensegel an der Internationalen Raumstation ISS angebracht. Mit dem Flug der "Atlantis" setzte die NASA nach fast vierjähriger Pause den Ausbau der Raumstation fort. Dieser wurde nach dem tödlichen Unglück der Raumfähre "Columbia" am 1. Februar 2003 unterbrochen. Mindestens 14 Mal sollen jetzt noch Space-Shuttle starten, bis die ISS im Jahr 2010 ihre endgültige Größe erreicht hat.

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