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Nasa: Blitz stoppt "Atlantis"-Start

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat wegen eines Blitzeinschlags den Start der Raumfähre "Atlantis" verschoben. Zunächst muß geprüft werden, ob der in die Startrampe eingeschlagene Blitz die Systeme des Shuttles beschädigt hat

Die unter anderen mit einem 16 Tonnen schweren Energiemodul beladene Fähre wird den Angaben zufolge nicht vor 22.04 (MESZ) am Montag abheben können. Bis dahin wird geprüft, ob der am Freitag in die Startrampe eingeschlagene Blitz Systeme des Shuttles beschädigt hat. Die Fähre mit fünf US-Astronauten und einem kanadischen Raumfahrer an Bord soll zur Internationalen Raumstation ISS fliegen.

Ernesto naht

Mögliche weitere Startverzögerungen hingen davon ab, ob zusätzliche Reparaturen erforderlich seien, sagte der leitende Programm-Manager LeRoy Cain am Samstag vor Journalisten. Zusätzliche Probleme könnte der im Golf von Mexiko erwartete Tropensturm "Ernesto" bereiten, der sich möglicherweise zu einem Hurrikan der Kategorie 3 auf der fünf Punkte umfassenden Skala ausweiten wird. Die Nasa ist besorgt, dass "Ernesto" die Kontrollstation im texanischen Houston gefährden könnte. Das Unwetter könnte zudem Pläne beeinträchtigen, einen zusätzlichen Brennstofftank aus New Orleans heranzufliegen, der für einen Rettungseinsatz benötigt würde.

Die Arbeiten an der auch mit deutscher Beteiligung konstruierten, halbfertigen ISS waren nach dem Verlust des Schwesterschiffes "Columbia" 2003 unterbrochen worden. Dienten die jüngsten Shuttle-Flüge fast nur dazu, neue Sicherheitsmaßnahmen zu testen, sollen die Astronauten nun insbesondere das neues Energiemodul anbringen. Die ISS - bereits jetzt das größte jemals gebaute Raumfahrzeug - gewinnt dadurch etwa weitere 17 Tonnen an Masse und verändert auch ihr Aussehen. Die Zeit beim Bau drängt. Nur die Raumfähren sind in der Lage, die größten Teile in die Umlaufbahn zu hieven. Die verbliebenen Schiffe sollen aber 2010 außer Dienst gestellt werden.

Reuters

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