Raumfähre "Endeavour" Und wieder gefährlicher Schaumstoff


Es ist das alte Problem: Beim Start eines Shuttles lösen sich jedes Mal Stücke der Schaumstoffisolierung des Außentanks. 2003 führte dies zur "Columbia"-Katastrophe. Doch obwohl "Endeavour" von drei Stücken getroffen wurde, ist die Nasa unbesorgt.

Beim Start der US-Raumfähre "Endeavour" haben sich insgesamt neun Schaumstoffstücke vom Außentank gelöst. Drei davon hätten das Space Shuttle getroffen, sagte Nasa-Projektleiter John Shannon nach einer ersten Inspektion am Donnerstag. Wegen der geringen Größe der Teile würden aber keine gravierenden Schäden befürchtet. Die "Endeavour" soll am (heutigen) Freitag um 19.53 Uhr MESZ an der Internationalen Raumstation (ISS) andocken.

Die Untersuchung einer Raumfähre auf mögliche Schäden zählt seit der "Columbia"-Katastrophe zu den Routineaufgaben nach dem Start. Die "Columbia" war im Februar 2003 beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinander gebrochen, weil ihr Hitzeschild beim Start durch den Aufprall eines 760 Gramm schweren Schaumstoffstücks beschädigt worden war. Noch vor dem Andocken soll die Besatzung der ISS Aufnahmen von der "Endeavour" machen. Deren Auswertung werde dann genaueren Aufschluss über mögliche Schäden an der Außenhülle der Raumfähre geben, sagte Shannon. Die "Endeavour" und ihre siebenköpfige Besatzung waren in der Nacht zum Donnerstag von Cape Canaveral aus ins All gestartet.

AP AP

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