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Weltraumteleskop "Hubble": Wieder ein Fund: Pluto-Mond Nr. 5 entdeckt

Pluto ist zwar nur der kleinste der neun Planeten unseres Sonnensystems, dafür hat er fünf Monde. Der jüngste wurde jetzt vom Weltraumteleskop "Hubble" entdeckt.

Das Weltraumteleskop "Hubble" hat in einer Umlaufbahn des Zwergplaneten Pluto einen fünften Mond entdeckt. Das teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA am Mittwoch in Washington mit. Der Mond, der auf den vom Teleskop gesendeten Bildern wie ein Lichtfleck aussieht, hat offenbar eine unregelmäßige Form und einen Durchmesser von zehn bis 25 Kilometern. Er liegt auf einer Umlaufbahn mit einem Durchmesser von 95.000 Kilometern. Der Leiter des verantwortlichen Forscherteams, Mark Showalter, sagte, die verschieden großen Umlaufbahnen des Pluto fügten sich ineinander wie "russische Puppen".

Die Entdeckung des P5 genannten Mondes gibt den Angaben zufolge neue Hinweise auf die Entstehung des kleinsten Planeten unseres Sonnensystems und seiner Monde. Nach der gängigsten Theorie entstanden alle Pluto-Monde vor Milliarden von Jahren durch eine Kollision zwischen dem Pluto und einem großen Asteroiden des sogenannten Kuiper-Gürtels. Der größte Pluto-Mond Charon war 1978 entdeckt worden. Im Jahr 2006 hatte "Hubble" zwei weitere Trabanten entdeckt, Nix und Hydra. 2011 zeigten die Aufnahmen des Weltraumteleskops den vierten Mond, P4.

NASA-Sonde "New Horizons" zurzeit im Weltall unterwegs

Die NASA-Sonde "New Horizons" ist derzeit auf dem Weg durchs Weltall, um 2015 mit hoher Geschwindigkeit den Pluto zu überfliegen. Die Sonde soll die ersten detaillierten Bilder des Zwergplaneten und seiner Monde liefern. In den darauffolgenden Jahren soll dann das Infrarotsystem des "Hubble"-Nachfolgers, des "James Webb Space"-Teleskops, weitere Details untersuchen. So sollen etwa Erkenntnisse über die chemische Zusammensetzung der Oberfläche des Pluto und seiner Monde gewonnen werden. Pluto ist ein Drittel kleiner als unser Mond und damit der kleinste der neun Planeten unseres Sonnensystems. Er wurde auch als letzter entdeckt: Erst 1930 gelang es dem US-Astronomen Clyde Tombaugh, den winzigen Leuchtpunkt am Firmament auszumachen. Sein Name verweist auf den Gott der Unterwelt aus der römischen Mythologie. Auf dem weit von der Sonne entfernten Himmelskörper aus Eis und Felsbrocken herrscht frostige Kälte mit geschätzten minus 233 Grad Celsius.

val/DPA/AFP / DPA