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"Gottesteilchen": Belgier und Brite teilen sich Physik-Nobelpreis

Der Nobelpreis für Physik geht 2013 an den Belgier François Englert und den Briten Peter Higgs. Mit ihren Forschungen haben sie zum Verständnis der Teilchenphysik beigetragen.

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den Belgier François Englert und den Briten Peter Higgs für die Vorhersage des Higgs-Teilchen. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mit. Die höchste Auszeichnung für Physiker ist mit umgerechnet derzeit 920.000 Euro (8 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

Die beiden Wissenschaftler hätten mit ihrer Vorhersage der Existenz des Higgs-Bosons maßgeblich zum Verständnis der Teilchenphysik beigetragen, teilte das schwedische Karolinska-Institut am Dienstag mit. Nach Higgs ist das wegen seiner Bedeutung für die Entstehung des Universums auch "Gottesteilchen" genannte subatomare Partikel benannt, das im vergangenen Jahr am europäischen Teilchenbeschleuniger Cern nachgewiesen wurde. Der heute 84-jährige Higgs und der 80-jährige Englert hatten dessen Existenz bereits in den 60er Jahren prognostiziert.

Preisträger begeistert

Physik-Nobelpreisträger Peter Higgs hat sich von der Entscheidung der Jury in Stockholm begeistert gezeigt. "Ich bin überwältigt, diesen Preis zu bekommen und danke der Königlichen Akademie in Schweden", sagte Higgs nach einem von der Universität in Edinburgh verbreiteten Statement. "Ich möchte auch all denjenigen gratulieren, die zur Entdeckung dieses neuen Teilchens beigetragen haben", betonte Higgs, 84. Auch seiner Familie und Freunden dankte er für die Unterstützung. "Ich hoffe, dass diese Anerkennung für die Grundlagenforschung das Bewusstsein für den Wert des Forschens ins Blaue hinein schärft", heißt es in dem Statement des Preisträgers.

Am Montag war der diesjährige Medizin-Nobelpreis dem gebürtigen Deutschen Thomas Südhof zuerkannt worden. Der Neurochemiker teilt sich die Auszeichnung mit den US-Forschern James Rothman und Randy Schekman. Die drei Wissenschaftler haben wesentliche Transportmechanismen in Zellen entdeckt. Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

tkr/DPA/Reuters / DPA / Reuters