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Himmelserscheinung Mysteriöser Feuerball über Spanien, Portugal und Marokko – "blauen Blitz gesehen"

Ein Meteorit am Himmel
Ein Meteorit am Himmel (Symbolbild)
© Frank Cone / Pexels
Ein gleißend helles Licht sorgte bei vielen Menschen für Aufregung: Sie beobachteten einen grellen, bläulichen Lichtschein am Himmel. Wissenschaftler konnten das Phänomen nun aufklären.

Am Nachthimmel über Spanien, Portugal und Marokko spielte sich etwas Ungewöhnliches ab. Zahlreiche Menschen beobachteten einen gleißend hellen "Feuerball", der vom Himmel zu stürzen schien. Manche wollen auch einen Knall gehört haben. Es gab viele verunsicherte Meldungen und Nachfragen bei den Behörden. Und, um es vorweg zu nehmen: Nein, es handelt sich natürlich nicht um ein UFO ...

Er habe einen "blauen Blitz gesehen", sagt ein Mann dem spanischen Portal "Faro de Vigo, "der jedoch viel größer und intensiver war. Ich dachte sogar, es sei eine Halluzination." Ein anderer Beobachter berichtete von einem "orange-blauen Licht, das um 1.24 Uhr in Ourense über den Himmel zog und sehr nah zu sein schien". Etwa zwei Minuten nach Erscheinen des hellen Lichts wollen mehrere Menschen einen Knall gehört oder gar ein leichtes Erdbeben gespürt haben.

Rätsel um Ursache des Phänomens

Halluziniert hat niemand, und ausgedacht haben sich die Menschen das Phänomen auch nicht – auch Überwachungskameras fingen den Feuerball am Himmel ein. Zudem sind die Menschen in der Region spektakuläre Himmelserscheinungen sozusagen schon "gewohnt": Im April 2020 sorgte ein ähnlicher Vorfall in Galizien für Aufsehen. Später stellte sich heraus, dass eine Sojus-Rakete, die Astronauten zur internationalen Raumstation gebracht hatte, nach erfolgreicher Mission dort ins Meer gestürzt war.

Im aktuellen Fall konnte jetzt das sogenannte "SMART-Projekt" für Aufklärung sorgen. Hierbei überwachen und messen Astrophysiker alles Ungewöhnliche, das sich nahe der Erde bewegt. Und Mitarbeiter der Universität von Andalusien konnten mit Detektoren und Messgeräten auch den Feuerball über Spanien analysieren. Sie teilten mit, dass es sich um ein größeres Objekt gehandelt hat, das mit 65.000 Kilometer pro Stunde auf die Erdathmosphäre traf. Die Wissenschaftler vermuten, dass es sich um ein Stück Gestein handelte, das von einem Kometen abbrach. Als Meteorit verglühte es anschließend in der Athmosphäre.

Quellen:   "Faro de Vigo""The Olive Press"

wt

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