Gentechnik Blaupause des Huhns entziffert


Amerikanische Forscher haben das Erbgut des Huhns entziffert. Das Interesse daran war durch den Ausbruch der Vogelgrippe stark gestiegen.

Amerikanische Forscher haben das Erbgut des Huhns entziffert. Diesen ersten Entwurf eines Vogel-Erbguts überhaupt stellt das Team allen Forschern weltweit als Datensatz frei zur Verfügung. Das Erbgut umfasse rund eine Milliarde Bausteine (Basen), teilte das National Human Genome Research Institute (NHGRI) in Bethesda (US-Bundesstaat Maryland) am Dienstag auf seiner Webpage mit. Das entspricht einem Drittel des Umfangs des Menschengenoms.

Interesse an Vogel-Erbgut wegen Vogelgrippe gestiegen

Die Forscher um Richard Wilson von der Washington University School of Medicine in St. Louis (Missouri) hatten das Erbgut eines Vorfahren des heutigen Haushuhns (Gallus gallus) untersucht. Die Arbeit nahm weniger als ein Jahr Zeit in Anspruch. Das Interesse an dem Erbgut des Huhns war durch den Ausbruch der Vogelgrippe in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Wissenschaftler hoffen, aus dem Erbgut ablesen zu können, welche genetischen Variationen das Risiko einer Infektion mit der Vogelgrippe fördern oder verhindern.

Basierend auf den Ergebnissen der US-Forscher arbeitete ein internationales Team unter Federführung des Pekinger Genomforschungsinstitutes (China) inzwischen die genetischen Unterschieden zwischen drei verschiedenen Stämmen des Haushuhns heraus, darunter ein Legehuhn aus Schweden und ein für sein Fleisch gezüchtetes Huhn aus Großbritannien. Dem Bericht zufolge werden auch diese zwei Millionen genetischen Varianten in der GenBank weltweit zur Verfügung gestellt.

Das Huhn ist laut NHGRI-Bericht auch in der Biomedizin ein beliebtes Forschungsobjekt. An ihm wird unter anderem die Verbindung zwischen Viren und verschiedenen Krebsarten untersucht.

DPA


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