Klimaforschung Mit dem Laser über der Antarktis


Wie verändert sich die Eisdecke am Südpol durch den Klimawandel? Australische Forscher wollen dieser Frage nun mit Hilfe von Laserlicht nachgehen.

Australien setzt erstmals Laser und Satelliten ein, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Eisdecke in der Antarktis festzustellen. Wie die für die Antarktis zuständige australische Behörde am Donnerstag mitteilte, gibt es Befürchtungen vor einer schmelzenden Eisschicht im Südpolarmeer.

Während einer sechswöchigen Expedition unter australischer Führung auf dem Forschungsschiff Aurora Australis messen Experten den Angaben zufolge mit Lasern in Hubschraubern die Dicke der Eisdecke. Anschließend würden die Ergebnisse mit den Daten von Satelliten der US-Raumfahrtbehörde Nasa verglichen. "Die Arbeit mit den Lasern geht besonders gut voran. Wir sammeln wertvolle Informationen, die unser Wissen über das Treibeis in der Region deutlich verbessern werden", sagte der Leiter der Expedition, Tony Worby. Bislang habe es nur sehr wenige Untersuchungen gegeben, weshalb Veränderungen unbemerkt hätten bleiben können.

Antarktis-Eis als Sonnenreflektor

Die Eisdecke in der Antarktis spielt laut Experten eine wesentliche Rolle für das globale Klima und das ökologische Gleichgewicht im Südpolarmeer. Die Schicht reflektiere das Sonnenlicht, weshalb ein Schwund eine Meereserwärmung zur Folge hätte, erklärte der australische Gletscherforscher Tas van Ommen. Außerdem könnte die Eisschmelze laut van Ommen kalte Tiefentrömungen verlangsamen, die für die Wasserzirkulation in den Ozeanen von Bedeutung sei.

Reuters Reuters

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