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Mücken, Wespen, Nacktschnecken: Wozu sind die Plagegeister eigentlich gut?

Wespen haben Hochkonjunktur dieses Jahr - zum Leidwesen vieler. Töten sollte man sie trotzdem nicht. Denn die Störenfriede sind ganz schön nützlich. Genau wie Mücken, Hornissen und ja, auch Nacktschnecken.

Mücken

Muecke

Mücke


Diese Biester nerven wirklich, allein ihr feines, aber penetrantes Sirren jagt den meisten Menschen schon Angst ein, bevor sie überhaupt gestochen wurden. Neben dem lästigen Gepikse können sie viele Arten von Krankheiten übertragen, etwa Malaria, Gelbfieber und das West-Nil-Virus. Zum Glück aber nicht hierzulande.

Welchen Zweck erfüllen Mücken? Kann man sie reinen Gewissens töten?

Die Wissenschaft geht davon aus, dass eine mückenfreie Welt anders aussähe - aber nur unwesentlich. Die Insekten dienen vor allem Vögeln, Fröschen und Spinnen als Nahrung. Bei Untersuchungen in nahezu mückenfreien - also vor allem trockenen - Sommern, legten bestimmte Vögel weniger Eier, weil sie über weniger Nahrung verfügten. Die Tiere bestäuben zudem Pflanzen, darunter Kakao. In Tundren treiben sie durch ihre Anwesenheit Rentiere zur Wanderung an, die, blieben sie an festen Orten, die Gegenden überweiden würden. Die Larven der Insekten ernähren sich zudem von Mikropartikeln im Wasser und halten es auf diese Weise sauber.

Fazit: Auch wenn Mücken durchaus nützlich sein können: Einem beherzten Zuschlagen steht eigentlich nichts im Weg.

Mehr zu einer Welt ohne Mücken finden Sie hier beim österreichischen "Standard"

Nacktschnecken

Nacktschnecke

Nacktschnecke


Die Anzahl der Menschen, die sich für Nacktschnecken begeistern können, hält sich vermutlich in  Grenzen. Vor allem Gartenbesitzern sind die Tiere ein Graus, denn sie vergehen sich an Gemüse, Zierpflanzen oder Erdbeeren. Weniger störend sind die Tiere, die unterirdisch leben und sich von Regenwürmern ernähren.

Welchen Zweck erfüllen Nacktschnecken? Kann man sie reinen Gewissens töten?

So ganz nutzlos sind Schnecken nicht, im Gegenteil: Sie ernähren sich von verwesenden Pflanzen und Aas, zudem helfen sie bei der Humusbildung. Wenn ihre Population allerdings überhandnimmt, empfehlen Naturschützer die Ansiedlung von natürlichen Fressfeinden wie Igeln oder Kröten. Ebenfalls helfen sollen Sägemehl, Schneckenkorn oder "Schneckenzäune", welche die Tiere daran hindern, in den Garten zu kommen.

Fazit: Ein paar Nacktschnecken sind in Ordnung, aber wenn es zu viele werden, helfen nur rabiatere Methoden. Langfristig los wird man sie aber nie.

Mehr zum Umgang mit Schnecken finden Sie auf der Seite des Nabu.

Wespen

Wespe

Wespe


Okay, ein Wespenstich ist wirklich kein Spaß - aber zumindest harmlos, solange man nicht gegen ihr Gift allergisch ist. Meist lassen die Insekten den Menschen auch in Ruhe, dazu sind wir zu groß und gefährlich für sie. Aggressiv werden die Tiere allerdings dann, wenn man nach ihnen schlägt oder sie anpustet - Kohlendioxid empfinden sie als Bedrohung. Also am besten einfach in Ruhe lassen. Angelockt werden Wespen übrigens durch vieles, was auch uns Menschen schmeckt: Obst, Fleisch, süße Getränke. Um die Tiere gar nicht erst in Versuchung zu führen, hilft es, die Lebensmittel abdecken.

Welchen Zweck erfüllen Wespen? Kann man sie reinen Gewissens töten?

Antwort auf die letzte Frage: ein eindeutiges Nein. Wespen vertilgen eine Reihe von Insekten und bestäuben Blumen. Wer ein Wespennest hat, das möglicherweise stört: für dessen Beseitigung oder Umzug gibt es Spezialisten.

Fazit: Wespen mögen nerven, sollten aber in Ruhe gelassen werden.

Mehr zum Umgang mit Wespen und Wespennestern finden Sie auf der Seite des Bund.

Hier finden Sie Tipps und Hausmittel, wenn Sie einen Stich abbekommen haben.

Bienen

Biene

Biene


Die netten kleinen Insektchen sind zugegeben keine echten Plagegeister. Nur manchmal werden sie vielleicht aufdringlich, aber wie bei Wespen gilt: Ruhe bewahren. Auch Bienen stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Im Gegensatz zu Wespen verenden die Tiere danach.

Welchen Zweck erfüllen Bienen? Kann man sie reinen Gewissens töten?

Bienen bestäuben fast alle wichtigen Pflanzen und sind unverzichtbar für die Natur und Landwirtschaft. Ohne sie gäbe es keinen Honig, den sie ebenfalls herstellen. Bienen sollte man also auf keinen Fall töten. Abgesehen davon sterben derzeit ohnehin sehr große Bienenbestände weltweit. Die Gründe dafür sind nicht ganz klar.

Fazit: Erfreuen Sie sich einfach an Bienen!

Mehr über Bienen können Sie auf der Seite "Bienen Wespen und Hornissen.de" lesen.

Hornissen

Hornisse

Hornisse


Hornissen sind die größte Art der Faltenwespe. Wie auch ihre Verwandten bilden sie Staaten und leben nur ein Jahr lang. Sie sind ähnlich aggressiv wie Wespen. Ihr Stich ist zwar schmerzhafter, aber das Gift weniger toxisch als das der Wespen. Der Umgang mit ihnen entspricht im Wesentlichen dem mit Wespen.

Welchen Zweck erfüllen Hornissen? Darf man sie reinen Gewissens töten?

Töten darf man die Insekten auf keinen Fall. Anders als Wespen stehen sie unter Artenschutz, bis vor wenigen Jahren waren sie sogar vom Aussterben bedroht. Hornissen gelten als natürliche Feinde von unter anderem Heuschrecken, Käfern und Raupen.

Fazit: Lassen Sie Hornissen am besten in Ruhe.

Mehr zum Umgang mit Hornissen und Hornissennestern finden Sie auf der Seite des Bund.