Sie könnten Kreaturen aus dem Märchen sein: eine Mischung aus Pferd, Zebra und Giraffe. Okapis sind sehr scheu und nur noch in einem einzigen Land der Welt zu finden – in der Demokratischen Republik Kongo. Dort leben die seltenen Paarhufer im tropischen Regenwald des Kongo-Beckens.
Auffällig ist neben den gestreiften Beinen der schmale Kopf mit den pelzigen Hörnern, der auf einem langen Hals sitzt. Die Wiederkäuer haben eine sehr lange, blaue Zunge, mit der sie Blätter und junge Triebe aus Baumkronen pflücken – und ihr Gesicht reinigen.
Von Europäern wurden Okapis erstmals um 1900 beschrieben; der lokalen Bevölkerung des Kongobeckens waren die Tiere seit jeher bekannt. Seit Jahrzehnten ist es verboten, Okapis zu jagen und zu töten – die Art gilt als stark gefährdet.
Forschende schätzen, dass nur noch 5000 bis 30.000 Exemplare in freier Wildbahn existieren – genauere Zahlen sind schwer zu ermitteln, da die Tiere sehr zurückgezogen leben. Bedroht werden die Okapis durch die Abholzung des Regenwaldes, Wilderei und kriegerische Konflikte in der Demokratischen Republik Kongo.
Die wichtigsten Fakten über die extravaganten Tiere haben wir in der Fotostrecke zusammengetragen.