Paläontologie Forscher entdecken neue Flugsaurier-Art


Fünf Meter Flügelspannweite, eine Schulterhöhe von einem Meter: So sah er aus, der bislang unbekannte Flugsaurier, den britische Forscher jetzt anhand eines Schädel-Fossils bestimmt haben. Getauft wurde das Tier, das vor rund 115 Millionen Jahren lebte, auf den poetischen Namen "Seenwanderer".

Britische Wissenschaftler haben eine neue Flugsaurier-Art entdeckt. Das urzeitliche Tier hatte eine Flügelspannweite von fünf Metern und besaß eine Schulterhöhe von mehr als einem Meter, sagte Paläontologe Mark Witton von der Universität Portsmouth am Mittwoch.

Witton hatte das Reptil anhand eines Schädel-Fossils bestimmt, das bereits längere Zeit im Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe lag. Entdeckt worden war der Schädel in Brasilien. Witton taufte den Flugsaurier auf den Namen Lacusovagus ("Seenwanderer"), weil der Fundort zu Lebzeiten des Reptils vor 115 Millionen Jahren mit Wasser bedeckt war.

Im Vergleich zu anderen Flugsauriern ist der Lacusovagus ein mittelgroßes Exemplar. In einer Untergruppe von zahnlosen Flugreptilien, zu der der Lacusovagus gehört, ist er die bislang größte gefundene Art. Außerdem waren Fossilien dieser Gruppe bislang nur in China entdeckt worden.

"Die Entdeckung in Brasilien - so weit weg von seinen Verwandten - zeigt uns, wie wenig wir über das Vorkommen und die Geschichte dieser faszinierenden Tiere wissen", sagte Witton.

Flugsaurier, lateinisch Pterosauria genannt, konnten dank ihrer Flughäute fliegen. Es handelt sich um die ersten fliegenden Wirbeltiere. Die früheste Form von Flugsauriern lebte vor etwa 215 Millionen Jahren auf der Erde.

DPA DPA

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