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Schutzgebiet: Chile verbietet Walfang

Gute Nachrichten zur Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission: Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet hat die Hoheitsgewässer ihres Landes zum Schutzgebiet für Wale erklärt. Was das konkret bedeutet.

Parallel zur Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Santiago de Chile unterzeichnete Chiles Präsidentin Michelle Bachelet am Montag (Ortszeit) ein Dekret und einen Gesetzesentwurf für ein dauerhaftes Walfangverbot in dem 5,3 Millionen Quadratkilometer umfassenden Gebiet. "Kein Wal darf mehr in unseren Hoheitsgewässern gejagt werden", sagte die Staatschefin in der in ein Museum umgewandelten ehemaligen Walfangstation Quintay an der pazifischen Pazifikküste. Die Station war von 1943 bis 1967 in Betrieb.

Bei der Jahrestagung in Santiago de Chile soll auch über ein Schutzgebiet für Wale und Delfine im südlichen Atlantik beraten werden. Das Schutzgebiet wurde von der sogenannten Buenos-Aires-Gruppe vorgeschlagen, der zahlreiche lateinamerikanische Länder angehören. Sie fordern die Einrichtung einer Zone, in der Walfang dauerhaft verboten, das Beobachten von Walen durch Touristen jedoch gefördert wird. Für die Annahme des Vorschlags sind 75 Prozent der Stimmen der 80 IWC-Mitgliedsländer nötig, ein vorangegangener Versuch scheiterte bereits.

AP / AP