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Marketingkampagne: "Wir können nicht mit ihnen reden" - norwegischer Minister fordert: Esst mehr Walfleisch!

Eigentlich ist Walfang weltweit verboten, Norwegen lehnt das Abkommen allerdings seit Jahren ab. Der Fischereiminister fordert die Bevölkerung sogar dazu auf, mehr Walfleisch zu essen.

Pottwal

Pottwale gelten unter Walfängern als besonders begehrt

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Die Zeiten, in denen ein Käpt'n Ahab sich auf die Weltmeere begab, um dort Wale wie Moby Dick zu fangen, sind lange vorbei. Seit 1986 ist der kommerzielle Walfang weltweit verboten, nur wenige Länder halten sich nicht daran. Zu ihnen gehört auch Norwegen – dort soll nach dem Willen der Regierung nun sogar noch deutlich mehr Jagd auf Wale gemacht werden.

Das Fischereiministerium investiert etwa eine halbe Million Euro in eine Marketingkampagne, um der Bevölkerung Walfleisch schmackhaft zu machen. Der zuständige Minister Harald Tom Nesvik ist überzeugt von den Vorzügen: "Es ist exzellentes Fleisch, es ist gesund und gut und wir sollten mehr davon essen", sagte er der norwegischen Zeitung "VG". Von Tierschutz will Nesvik nicht viel wissen: "Wir können nicht mit Walen reden, aber wir können sie essen."

Den meisten Norwegern schmeckt Walfleisch nicht

Etwa 1500 Kilogramm Fleisch liefert jedes erlegte Tier, hinzu kommt die Haut sowie die Fettschicht. Allzu beliebt ist das Walfleisch in norwegischen Küchen allerdings nicht. Viele verzichten lieber darauf, da das Fleisch einen tranigen Geschmack hat. "Heute wird das Fleisch schnell gekühlt und eingefroren. Außerdem werden nur die besten Teile des Wals verkauft", hält Nesvik dagegen. Durch die neue Marketingkampagne sollen die Bürger lernen, wie man den Wal am besten zubereitet – und dass das Fleisch in Wirklichkeit eine Delikatesse sei.

Doch nicht nur wegen des Geschmacks, auch – oder vor allem – wegen der Auswirkungen auf die Umwelt ist der Verzehr von Walfleisch verpönt. Die Tierart ist stark bedroht, die Jagd läuft teilweise brutal ab. Norwegen ist vor Japan und Island die größte Walfangnation. Gegen den neuen Vorstoß des Fischereiministers regt sich starke Kritik von Tierschützern. Nach Angaben der norwegischen Tierschutzorganisation NOAH leiden 20 Prozent der Tiere starke Schmerzen, bevor sie sterben. "Norwegen verhält sich konträr zu den meisten Ländern auf der Welt, wo Walfang verboten ist. Die Regierung sollte das Geld lieber investieren, um Menschen dazu zu bewegen, gesünder zu essen", sagte die Vorsitzende der Organisation Siri Martinsen der Zeitung "VG".

Fischereiminister Nesvik dagegen sieht im Walfang sogar einen Teil der Lösung für globale Probleme. Seiner Meinung nach könnte Walfleisch ein Schlüssel zur Bekämpfung des Hungers auf der Welt sein: "Wenn wir mehr fangen würden, sehe ich ein großes Potenzial für mehr Nahrung auf der ganzen Welt."

Quelle: "VG"

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epp
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.