Unglück Brachte Isolierschaum die Columbia zum Absturz?


Die Hinweise auf ein abgerissenes Stück Isolierschaum als Unglücksursache verdichten sich. Neue Untersuchungen zeigen Schwächen an Tanks.

Die mit der Aufklärung des Absturzes der US-Raumfähre "Columbia" betrauten NASA-Ermittler haben jetzt verraten, wohin die Indizien ihrer Meinung nach deuten: wahrscheinlich doch auf ein Stück gelösten Isolierschaums vom Außentank. Diese Vermutung war schon bald nach dem Absturz der Raumfähre auf Grund einer Videoaufzeichnung angestellt worden. Die NASA hatte eine solche Unglücksursache für unwahrscheinlich gehalten und das durch eine Analyse belegt. Vergleiche mit zum Außentank der "Columbia" baugleichen Tanks ergaben jedoch, dass sie häufig Verformungen am Isolierschaum aufweisen.

Das lose Stück Isolierschaum soll ein kleines Loch in die vordere Kante des linken Flügels gerissen habe. Durch diesen Spalt konnte während des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre heißes Gas in die Raumfähre eindringen, was die "Columbia" schließlich im Flug zerriss.
Ein weiteres Indiz dafür war die Fundstelle der Bruchstücke - die Vorderseite des linken Flügels soll zu den ersten Trümmern gehört haben. Der Vorsitzende der unabhängige Untersuchungskommission CAIB sagte, sie seien zu ungefähr 80 Prozent mit den NASA-Ermittlern einer Meinung. Auf ein entgültiges Untersuchungsergebnis wollten sie sich jedoch noch nicht festlegen, dafür sei es zu früh. Das Ergebnis wird im Sommer erwartet.


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