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UNIVERSUM: Echo des Urknalls

Das Weltall wird sich auch einer neuen Studie zufolge bis in alle Ewigkeit ausdehnen. Das hat die bislang umfangreichste Vermessung der so genannten Kosmischen Hintergrundstrahlung bestätigt.

Das Weltall wird sich auch einer neuen Studie zufolge bis in alle Ewigkeit ausdehnen. Das hat die bislang umfangreichste Vermessung der so genannten Kosmischen Hintergrundstrahlung bestätigt, wie das staatliche französische Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) in Paris mitteilte. Die Messungen des internationalen Archeops-Projekt ergaben demnach eine »flache« Geometrie des Universums. »Das bedeutet, dass der Kosmos wahrscheinlich unendlich in Zeit und Raum ist«, erläuterte am Freitag Simon White, Direktor am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching bei München.

Universum ist »flach«

Diese »flache« Geometrie des Weltalls hatte auch bereits die erste großflächige Vermessung der Hintergrundstrahlung mit dem italienisch- britisch-amerikanischen Forschungsballon Boomerang vor zwei Jahren ergeben. Die Kosmische Hintergrundstrahlung bezeichnen Kosmologen auch als Echo des Urknalls. Diese allgegenwärtige Strahlung stammt noch von dem Feuerball, der das Universum nach seiner Entstehung vor etwa 14 Milliarden Jahren füllte. Die neuen Messungen untermauern nach CNRS-Angaben auch die Urknall-Theorie, wonach das Universum aus einem gigantischen »Big Bang« hervorgegangen ist.

Die Archeops-Messungen erfolgten wie bei Boomerang mit Hilfe eines Forschungsballons. Dieser Ballon sei vergangenen Februar vom schwedischen Kiruna aus zu einem Flug in die Stratosphäre gestartet. Das Archeops-Projekt, an dem außer französischen Forschern auch italienische, amerikanische und britische Wissenschaftler beteiligt sind, dient nach CNRS-Angaben auch der Vorbereitung des Satelliten »Planck« der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der im Jahr 2007 starten soll. Er soll das Echo des Urknalls genauestens kartieren und Aufschlüsse darüber geben, wie sich das Universum entwickelt hat.

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?