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Weltraumforschung Den Geheimnissen des Urknalls auf der Spur – Weltraumteleskop "James Webb" erreicht Zielorbit

James Webb als eine künstlerische Animation
Die künstlerische Darstellung des James-Webb-Weltraumteleskops im All zeigt alle Hauptelemente vollständig entfaltet 
© Adriana Manrique Gutierrez/NASA GSFC/CIL / DPA
Das James Webb Space Telescope ist einen Monat nach Start ins All am zweiten Lagrange-Punkt angekommen. Das Teleskop soll rund 1,5 Millionen Kilometer entfernt von der Erde Erkenntnisse über die Zeit nach dem Urknall liefern.

Rund einen Monat nach dem Start ins All hat das Weltraumteleskop "James Webb" nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa seinen Zielorbit erreicht. "Webb, willkommen zu Hause", sagte Nasa-Chef Bill Nelson. Das Teleskop habe am Montag (Ortszeit) zum Abschluss der letzten Kurskorrektur für fast fünf Minuten die Triebwerke angeworfen und den sogenannten zweiten Lagrange-Punkt (L2) in knapp 1,5 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde erreicht. Mit dem gemeinsam von Weltraumbehörden in Europa, den USA und Kanada gebauten Teleskop sollen die ältesten Galaxien des Weltalls erkundet werden.

"James Webb" soll Erkenntnisse über Zeit nach dem Urknall liefern

"James Webb" war am 25. Dezember an Bord einer Ariane-Trägerrakete vom europäischen Weltraum-Bahnhof Kourou in Französisch-Guayana ins All gestartet. Während des rund vier Wochen langen Flugs wurden unter anderem der Sonnenschutz des Teleskops aufgespannt und die Spiegelsysteme ausgefahren. Wissenschaftler erhoffen sich von den Aufnahmen unter anderem Erkenntnisse über die Zeit nach dem Urknall vor rund 13,8 Milliarden Jahren.

Erste Daten und Bilder des Teleskops werden frühestens im Sommer erwartet. "Wir sind der Enthüllung der Geheimnisse des Universums einen Schritt näher gekommen", sagte Nelson nun. Er könne es kaum erwarten, im Sommer Webbs erste neue Ansichten des Universums zu sehen. Das "James-Webb"-Teleskop wurde laut Betreiberangaben rund 30 Jahre lang entwickelt und kostete etwa 10 Milliarden Dollar (8,8 Milliarden Euro). Es folgt auf das Teleskop "Hubble", das seit mehr als 30 Jahren im Einsatz ist.

stz DPA

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