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Rästel um Bären und Wal: Irgendwas stimmt hier doch nicht

Sind die Bären besonders klein, oder ist der Wal überdimensional groß? Auf jeden Fall ist das Zusammentreffen dieser Tiere äußerst ungewöhnlich. Was hinter diesem kuriosen Foto steckt, beunruhigt Forscher allerdings.

Was stimmt hier nicht? Finden Sie den Fehler!

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Diese Luftaufnahme lässt jeden zweimal hinschauen: Was stimmt denn hier nicht? Grizzlybären erreichen im Stand gut 2,5 Meter, man kann sie ohne Übertreibung zu den Riesen des Tierreichs zählen. Doch neben dem Wal-Kadaver sehen sie aus wie Miniaturen.

Kein Wunder, wenn man weiß, an wessen Fleisch sich die Bären da bedienen: Bei dem gestrandeten Meeressäuger handelt es sich um einen Finnwal. Ausgewachsen wird er bis zu 27 Meter lang und bringt an die 70 Tonnen auf die Waage. Dagegen sehen selbst ausgewachsene Elefanten lächerlich aus. Doch viel stutziger als der eklatante Größenunterschied sollte den Betrachter eigentlich die Frage machen, wie der Wal an den Strand und somit auf den Speiseplan der Grizzlybären kommt.

Das Walsterben hat sich dieses Jahr verdreifacht

Die Antwort kennen die Forscher der Wetter- und Ozeanografiebehörde der USA (NOAA), die das Bild machten, auch noch nicht. Fakt ist, dass allein in diesem Jahr bereits 30 tote Wale aus dem Golf von Alaska an die Küste geschwemmt wurden. Dass Wale irgendwann verenden und dann anstranden, liegt in der Natur der Sache. Doch allein in diesem Jahr seien schon dreimal so viele Wale gestorben wie normalerweise pro Jahr üblich, so die NOAA. Die meisten wurden um die Kodiak Insel im Südwesten Alaskas gefunden. Man sei sehr besorgt über die große Anzahl gestrandeter Wale, die binnen weniger Monate gesichtet worden seien, so ein Vertreter der Behörde.

Derzeit forschen die Wissenschaftler an den Ursachen. Bis sie eine abschließende Frage darauf finden, würden aber Monate wenn nicht Jahre vergehen. Möglicherweise könnten Algen eine Rolle gespielt haben. Sie wuchern an der Westküste Nordamerikas seit einigen Monaten besonders kräftig. Einige produzieren giftige Säuren, die dann über die Nahrungskette in die Organismen der Meeressäuger gelangen. Möglicherweise sind aber auch Viren, die die Tiere befallen haben könnten, ein Grund für das große Walsterben.

mh
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