HOME

Stiftung Warentest - Sicherheitssoftware: So wehren Sie Viren ab

Virenschutz und wirksame Firewall für den PC gibt es auch kostenlos.

Der Computer ist schnell verseucht: Eine bösartige E-Mail, ein infizierter USB-Speicherstick, selbst ein Werbebanner auf einer seriösen Website kann Schadsoftware den Weg auf den Rechner bahnen. Die Stiftung Warentest hat 13 kostenpflichtige Sicherheitspakete und 4 kostenlose Virenschutzprogramme geprüft.

Um Schadprogramme aufzuspüren und unschädlich zu machen, nutzen die Sicherheitsprogramme zwei Mechanismen: die Scanner- und die Wächterfunktion. Der Dateiscanner wird vom Nutzer oder regelmäßig nach einem Zeitplan aufgerufen und durchforstet die ganze Festplatte oder einzelne Dateiordner nach Schädlingen. Das Wächterprogramm läuft dagegen permanent im Hintergrund, durchsucht Dateien, die neu auf den Rechner kopiert werden, und wacht darüber, ob Programme sich verdächtig verhalten.

Unnötige Warnmeldungen

Den besten Virenschutz bietet G Data. Auch bei den Sicherheitspaketen von Avira, Bitdefender, Eset und F-Secure funktionieren Wächter und Dateiscanner gut. Das kostenlose Avira AntiVir Personal bietet immerhin einen guten Dateiscanner. Die Scanner von Panda und Trend Micro verbinden sich bei der Suche nach Schadprogrammen mit Großrechnern ihrer Anbieter und nutzen vorwiegend deren Kapazität bei der Virensuche. Problematisch: Hat der Rechner während der Suche keine Internetverbindung, finden beide Programme bedeutend weniger Schädlinge.

Eine Firewall (englisch für Brandmauer) überwacht den Datenverkehr zwischen Rechner und Internet. Bei der Überwachung des abgehenden Verkehrs agiert Agnitum am sichersten: Die Firewall verhinderte im Test alle Versuche, Datenpakete an ihr vorbeizuschmuggeln. Allerdings nervt sie den Nutzer auch mit allerlei unnötigen Warnmeldungen. Die Sicherheitspakete von AVG und Avira warnen recht zuverlässig bei verdächtigem Datenverkehr nach außen.

Bitdefender Internet Security ist Testsieger

Alle anderen zeigen sich bei der Kontrolle abgehender Daten mehr oder weniger löchrig. Die im Betriebssystem Windows 7 integrierte Firewall schneidet befriedigend ab. Zumindest gegenüber Angriffen von außen machen etliche Sicherheitspakete den Rechner eher unsicherer, wenn die Firewall des Sicherheitspaketes anstelle der Windows 7-Firewall genutzt wird. Wer Windows 7 verwendet, fährt meist besser, wenn er statt eines der komplexen Sicherheitspakete nur die reine Virenschutzversion nutzt. Ähnliches gilt für Rechner, die ihre Netzverbindung immer über einen DSL- oder Kabel-Router aufbauen, denn auch diese Geräte enthalten bereits eine Firewall.

Testsieger ist Bitdefender Internet Security 2011, eine Einzelplatzlizenz kostet in der Download-Version 40 Euro. Den zweiten Platz teilen sich Avira Premium Security Suite, Eset Smart Security 4 Home Edition, ebenfalls je 40 Euro, und G Data InternetSecurity 2011 für 30 Euro.

Alle Informationen über den Test finden sie auf test.de sowie in der Ausgabe 03/2011 der Zeitschrift "test".

Stiftung Warentest