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Trotz Drohungen von Tierschützern Max-Planck-Gesellschaft will an Affenversuchen festhalten


Die Max-Planck-Gesellschaft geriet wegen Tierversuchen in die Kritik und wurde sogar bedroht. Trotzdem will sie vorerst mit den Experimenten an Affen weitermachen. Im Herbst soll neu beraten werden.

Die Max-Planck-Gesellschaft will sich nach eigenen Angaben nicht von Drohungen und Beschimpfungen wegen Affenversuchen in der Forschung beeinflussen lassen.

Im Herbst wolle die Gesellschaft über die zukünftige Ausrichtung des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik in Tübingen beraten, teilte eine Sprecherin am Montag mit. "Diese Beratungen sind völlig unabhängig davon, was bisher dort geforscht wurde und frei von den Debatten im Bezug auf die Primatenforschung", sagte Sprecherin Christina Beck. Weitere Versuche an Affen seien ebenso möglich wie eine neue Ausrichtung des Instituts.

Der Institutsdirektor Nikos Logothetis hatte vor wenigen Tagen erklärt, die Versuche an Primaten in Tübingen vorerst einstellen und künftig nur noch mit Nagetieren arbeiten zu wollen. Grund waren den Angaben zufolge monatelange Anfeindungen und Hass-Mails von Tierschutzaktivisten. "Das hat ihn massiv psychisch wie physisch belastet", sagte Beck.

mka/DPA DPA

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