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Svante Pääbo Spezielles Feierritual: Leipziger Medizin-Nobelpreisträger wird von seinen Kollegen in den Teich geworfen

Nobelpreisträger Svante Pääbo
Nobelpreisträger Svante Pääbo landete nach der Auszeichnung erst mal im Wasser
© Hendrik Schmidt / Picture Alliance
Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an Svante Pääbo, der seit vielen Jahren in Leipzig forscht. Die Auszeichnung musste der Wissenschaftler mit einem Bad im Teich bezahlen.

Große Ehre für Svante Pääbo: Am Dienstag gab das Nobelpreiskomittee in Stockholm bekannt, dass der Schwede in diesem Jahr den Medizin-Nobelpreis bekommt. Pääbo gilt als Begründer der Paläogenetik und arbeitet seit 1997 am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie (MPI-EVA) in Leipzig. Seit 1999 leitet er dort die Abteilung für Evolutionäre Genetik.

Seine Kolleg:innen freuten sich mit dem frischgebackenen Nobelpreisträger, ließen es sich aber nicht nehmen, den Wissenschaftler in den Institutsteich zu werfen. In voller Montur, versteht sich, nur die Schuhe durfte Pääbo vorher noch ausziehen. "Wie kann man seinen Nobelpreis besser feiern als von seinen Kolleg:innen gepackt und in den Teich geschmissen zu werden?", twitterte die Max-Planck-Gesellschaft. An dem Institut würden wissenschaftliche Erfolge traditionell mit einem "freiwilligen Bad" gefeiert.

Nobelpreis für Forschung zur Evolution des Menschen

Vorher gab es natürlich noch trockene Glückwünsche für den 67-Jährigen. "Sprachlos, glücklich, wir kneifen uns selbst", twitterte die Max-Planck-Gesellschaft unmittelbar nach der Bekanntgabe der Auszeichnung – zusammen mit einer Vielzahl glücklicher Emojis. "Es ist eine lange erwartete und höchst verdiente Auszeichnung", erklärte Jean-Jacques Hublin, langjähriger Kollege Pääbos und ebenfalls Wissenschaftler am MPI-EVA. Pääbo selbst konnte es kaum fassen: "Ich dachte zuerst: Kann das jetzt ein Scherz sein?", beschrieb er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur seine erste Reaktion.

Der Schwede wird für seine Forschung zur Evolution des Menschen und zu dessen ausgestorbenen Verwandten ausgezeichnet. Zu den wesentlichen Forschungsergebnissen Pääbos gehört die Erkenntnis, dass Erbgut-Spuren des Neandertalers noch heute in der DNA des Menschen zu finden sind - die beiden Arten hatten sich in ihrer gemeinsamen Zeit auf der Erde untereinander vermehrt. Ein weiterer Meilenstein seiner Karriere war die Entdeckung des sogenannten Denisova-Menschen, einem anderen ausgestorbenen Verwandten des modernen Homo sapiens.

Quellen:Max-Planck-Gesellschaft auf Twitter / DPA

epp

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