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Übersicht: Die wichtigsten Ökosiegel

Wo "Bio" draufsteht, ist auch "Bio" drin, aber mit trickreichen Formulierungen versuchen Hersteller uns aufs Glatteiszuführen. Deshalb helfen die Ökosiegel die Übersicht zu behalten.

Wann immer Sie das staatliche Bio-Zeichen sehen, können Sie sicher sein, ein Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft in der Hand zu halten. Nur Produkte, die die Anforderungen der EG-Öko-Verordnung erfüllt haben, dürfen dieses Siegel tragen, und nur sie dür-fen sich mit den gesetzlich geschützten Begriffen "biologisch" oder "ökologisch" schmücken. Zusätzlich müs-sen sie mit der Nummer der jeweiligen Kontrollstelle versehen sein. In Deutschland nach dem Schema: "DE-000-Öko-Kontrollstelle". Diese Nummer und das grüne Sechseck garantieren

> strenge Kontrollen
> artgerechte Tierhaltung und natürliche Futtermittel
> die Herstellung ohne chemische Pflanzenschutzmittel, Wachstumsförderer, synthetische Düngemittel und Gentechnik
> die Verarbeitung ohne Geschmacksverstärker, künstliche Aromen oder Bestrahlung

Geprüft wird nicht nur die fertige Ware, sondern jeder Produktionsschritt. Jeder Bio-Bauer wird mindestens einmal im Jahr von amtlich zugelassenen privaten Kontrollstellen überprüft. Er ist verpflichtet, über alles, was auf seinem Hof passiert, Buch zu führen: den etwaigen Zukauf und die Verwendung von Saatgut, Futter- oder organischen Düngemitteln, über den Kauf und Verkauf von Tieren, ihre Haltung, Fütterung und Gesundheit. Kein konventioneller Bauer wird so streng kontrolliert wie der Öko-Landwirt. Die Kosten dafür muss er selbst tragen. Die Anbauverbände überwachen zusätzlich die Einhaltung ihrer eigenen Richtlinien, die oft noch über die EG-Öko-Verordnung hinausgehen. Viele Produkte tragen darum beide Labels. www.bio-siegel.de

BIOLAND ist der größte deutsche Anbauverband und wurde 1971 gegründet. Zu ihm gehören rund 4500 Betriebe mit 181 000 Hektar Fläche und Verarbeiter wie Bäcker oder Molkereien. www.bioland

DEMETER setzt auf "biologisch-dynamische" Wirtschaftsweise, bei der Präparate aus Heilkräutern, Mineralien und Dung eingesetzt und kosmische Rhythmen beachtet werden. Die Produkte sind meist etwas teurer als die anderer Verbände. Demeter-Betriebe unterliegen den strengsten Vorschriften. www.demeter.de

BIOPARK wurde 1991 in Mecklenburg-Vorpommern gegründet und ist inzwischen in 14 Bundesländern vertreten. Mittlerweile sind aber auch Betriebe aus anderen Bundesländern hinzugekommen, darunter viele große Fleischerzeuger. www.biopark.de

NATURLAND wurde 1982 gegründet und betreut weltweit 36.000 Landwirte oder Erzeuger. Der Verband berät und inspiziert zudem kleine landwirtschaftliche Projekte in Entwicklungsländern, vor allem in Mittel- und Südamerika. www.naturland.de

GÄA nannten die alten Griechen die Göttin der Erde. Der Verband ging aus der oppositionellen Umweltbewegung der ehemaligen DDR hervor. Zur Gäa gehören etwa 475 Betriebe mit 50.000 Hektar Fläche, hauptsächlich in den neuen Bundesländern. www.gaea.de

BIOKREIS Dem 1979 gegründeten Verband gehören rund 500 in erster Linie bayerische Betriebe an. Der Verband ist aber bundesweit tätig. www.biokreis.de

ÖKOSIEGEL ist ein kleiner Verein mit rund 25 Betrieben und 1300 Hektar Fläche und vor allem in Norddeutschland aktiv. Die Produkte kommen aber auch bundesweit in den Handel. www.oekosiegel-ev.de

ECOVIN wurde 1985 gegründet und ist mit etwa 200 Mitgliedern der größte Zusammenschluss ökologisch wirtschaftender Winzer. www.ecovin.org

IFOAM ist der weltweite Dachverband ökologisch arbeitender Bauern und Verarbeitungsbetriebe. Das Logo ist häufig auf Öko-Lebensmitteln aus Ländern außerhalb der EU zu finden. www.ifoam.org

Achtung, Falle!

Formulierungen wie "aus kontrolliertem Anbau", "von staatlich anerkannten Bauernhöfen", "aus integrierter Landwirtschaft", "aus alternativer Haltung" usw. sind nicht gesetzlich geschützt. Auch "ungespritzt" oder "ohne Spritzmittel" gibt keine Sicherheit. Manche Hersteller versuchen, mit solchen Aufdrucken den Eindruck zu erwecken, ihr Produkt stamme aus biologischer Landwirtschaft.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.