Corona-Lockdown Alles auf Anfang – wie ein Paar um seinen Traum vom Wildpark kämpft

Wildpark Schmidt
Verwüstetes Paradies: Erst legte Orkan „Sabine“ den Park lahm, dann das Coronavirus
© Matthias Jung
Katja und Axel Scheidtweiler ­geben nicht auf. Obwohl ihr Wildpark in der Eifel wegen des Corona-Lockdowns kurz vor dem Ruin steht. Doch solche Lagen kennen sie. Über ein Paar, das einfach weiter an seinen Traum glaubt.
Von Rolf-Herbert Peters

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Guildo hat euch lieb. Katja Scheidtweiler, 35, hätte nie gedacht, dass ihr dieser Satz mal Hoffnung spenden könnte. Sie sitzt, hochschwanger, mit ihrem Mann Axel, 35, an einem der vielen leeren Holztische ihrer Wildparkgaststätte. Über der Theke preisen Restauranttafeln selbst gemachten Hirschschinken und Pfifferlingrahmsuppe an. „Wollen Sie einen Kaffee?“, fragt Axel. Er muss die Maschine erst hochfahren. Denn seit sieben Wochen hat hier kein Gast mehr etwas bestellt. Der fast 40 Hektar große Wildpark Schmidt, benannt nach dem Dorf nebenan, in der weitläufigen Nord­eifel, wo es wenig mehr gibt als Luft und Landschaft, ist für Besucher geschlossen. Corona, was sonst.

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