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Medienbericht Björn Höcke soll rechten AfD-Flügel aufgelöst haben - und macht danach eine Kampfansage

Björn Höcke (l), Vorsitzender der AfD in Thüringen und Andreas Kalbitz, Landesvorsitzender der AfD in Brandenburg
Björn Höcke (l), Vorsitzender der AfD in Thüringen und Andreas Kalbitz, Landesvorsitzender der AfD in Brandenburg
© Patrick Pleul/ / Picture Alliance
Der völkische "Flügel" der AfD soll aufgelöst worden sein, berichtet der "Spiegel". Demnach hatte der Bundesvorstand der Partei Druck auf die umstrittene innerparteliche Fraktion gemacht.

Laut eines Berichtes des "Spiegels" wird der völkisch-nationale Flügel der AfD von einem seiner prominentesten Mitglieder, dem Thüringer Landeschef Björn Höcke, aufgelöst. Zuletzt hatte der Bundesvorstand der Partei den Druck auf den "Flügel" erhöht und erwartet, dass der sich bis Ende April auflöse. Hintergrund ist die Beurteilung des Bundesamts für Verfassungsschutz, das die Fraktion innerhalb der AfD als rechtextremistisch einstuft. Der Flügel habe "erwiesen extremistische Bestrebung", hieß es dazu.

Björn Höcke spricht von "Verfilzungen"

Björn Höcke äußert sich zu der Auflösung des "Flügels" auf der Internetseite seines Freundes und Verlegers Götz Kubitschek in einem Interview. "Der 'Flügel' ist als Netzwerk sehr selbstbewusst aufgetreten. Ich bin aber der Meinung, dass er nicht nur politikfähige, also geeignete Leute angezogen hat. Ich bin kein Freund von Verfilzungen. Ich weiß, dass Parteien zu solchen Verfilzungen neigen. Ich möchte heute wiederum nicht zu denjenigen gehören, die sich durch verknotete Netzwerke daran hindern lassen, an der Stabilisierung der Partei mitzuarbeiten", sagt er in dem Interview und kündigt an, die politische Ausrichtung beizubehalten. "Unsere Arbeit weist über den Flügel hinaus, Andreas Kalbitz, ich selbst und alle anderen politikfähigen 'Flügler' werden ihren politischen Kurs im Sinne der AfD weiterführen", so Höcke.

kg

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