"Dudus" Coke vor US-Gericht Der Drogenboss ist gelandet


Zwei Tage nach seiner Festnahme ist Jamaikas Drogenboss Christopher "Dudus" Coke an die USA ausgeliefert worden.

Der jamaikanische Drogenboss Christopher "Dudus" Coke ist am Donnerstagabend (Ortszeit) an die USA ausgeliefert worden. Der einst berüchtigtste Drogenhändler und Bandenführer des Karibikstaats, der im vergangenen Monat sein Land in Atem gehalten hatte, landete im US-Staat New York, wo ihn ein Prozess erwartet.

Zuvor hatte Cole auf sein Recht auf ein Verfahren vor einem jamaikanischen Gericht verzichtet. Vor seinem Abflug hatte Coke in seiner ersten öffentlichen Stellungnahme seit fast einem Jahr mitgeteilt, seine Überstellung an die USA sei im besten Interesse seiner Familie und ganz Jamaikas.

Coke war am Dienstag nach monatelanger Suche verhaftet worden. Im vergangenen Monat kamen bei Straßenschlachten zwischen seinen Anhängern und Sicherheitskräften 76 Menschen ums Leben. Er bedauere die vielen Toten zutiefst und hoffe, dass seine Entscheidung der Nation den Heilungsprozess ermögliche. Bei seiner Anhörung vor dem Haftrichter gab er sich zuversichtlich, dass seine Unschuld bald erwiesen werde und er dann zu seiner Familie nach Jamaika zurückkehren könne.

Die USA hatten bereits im August vergangenen Jahres Cokes Auslieferung beantragt, wo er wegen Drogen- und Waffenschmuggels gesucht wird. Im Fall eines Schuldspruchs droht ihm lebenslange Haft. Die jamaikanische Regierung kündigte an, auch nach Cokes Auslieferung weiter gegen Banden vorgehen zu wollen.

APN/AFP/DPA DPA

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