Ex-Außenministerin
Hillary Clinton bei Maischberger: „Ich habe Epstein nie getroffen“

Hillary Clinton distanzierte sich im Interview mit Sandra Maischberger (r.) ausdrücklich von Jeffrey Epstein
Hillary Clinton distanzierte sich im Interview mit Sandra Maischberger (r.) ausdrücklich von Jeffrey Epstein und forderte Aufklärung
© Thomas Kierok / Das Erste
Hillary Clinton war bei Sandra Maischberger zu Gast. Im Interview äußerte sie sich ausführlich zu den Epstein-Vorwürfen. Und macht der US-Regierung schwere Vorwürfe.

Hillary Clinton ist diese Woche in Berlin und hat ihren Aufenthalt für eine mediale Großoffensive genutzt. In einem Interview mit der ARD-Sendung "maischberger" hat die ehemalige US-Außenministerin zu den hartnäckigen Spekulationen um ihre Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein Stellung bezogen.

Hillary Clinton distanziert sich von Epstein

Clinton distanzierte sich unmissverständlich von Epstein und griff gleichzeitig ihren politischen Erzrivalen Donald Trump scharf an: „Ich habe ihn nie getroffen“, stellte Clinton im Gespräch mit Sandra Maischberger in Bezug auf Jeffrey Epstein fest. Damit reagierte sie auf die jüngsten Schlagzeilen rund um die sogenannten „Epstein-Files“.

Zwar räumte sie ein, dass sie ihm theoretisch bei einem der zahlreichen großen Empfänge in Washington oder New York flüchtig die Hand geschüttelt haben könnte, eine bewusste Begegnung oder gar eine Bekanntschaft habe es jedoch nie gegeben: „Daran kann ich mich nicht erinnern.“

Auch für ihren Ehemann, Ex-Präsident Bill Clinton, bezog sie klar Stellung. Dessen Name taucht in den Flugprotokollen von Epsteins Privatjet auf, was immer wieder für Spekulationen sorgt. Hillary Clinton erklärte die Hintergründe wie folgt: Epstein habe lediglich ein Flugzeug für Bill Clintons Wohltätigkeitsprojekte im Bereich HIV/Aids zur Verfügung gestellt. Die Nutzung dieser Flugzeuge endete laut Clinton bereits Jahre bevor die ersten strafrechtlichen Vorwürfe gegen Epstein öffentlich wurden.

Forderung nach öffentlicher Aufklärung

Hinter dem Interview steht ein handfester politischer Konflikt in den USA. Die Clintons sollen Ende Februar 2026 vor einem Kongressausschuss zu den Epstein-Akten aussagen. Hillary Clinton betonte in Berlin ihre volle Kooperationsbereitschaft – unter einer Bedingung: „Wir haben nichts zu verbergen, wir haben gesagt, dass wir öffentlich aussagen werden. Das würden wir sogar vorziehen. Wir wollen Transparenz. Sonnenlicht ist das beste Desinfektionsmittel.“ Derzeit werde jedoch vor allem versucht, abzulenken und die Menschen davon zu überzeugen, dass nichts gegen Donald Trump vorliege. Erst wenn alle Akten „juristisch sauber veröffentlicht werden, bekommen wir vielleicht Antworten auf diese Fragen“, so Clinton weiter.

Sie warf dem US-Präsidenten und seinem Team vor, die vollständige Aufklärung im Fall Epstein zu torpedieren. Die Versuche, Akten unter Verschluss zu halten, ließen laut Clinton nur einen Schluss zu: Dass die Gegenseite selbst etwas zu verbergen habe. "Das ist ein bewusster Versuch, Trump zu schützen", so die 78-Jährige. 

SpotOnNews
pgo

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