Afghanistan Südkoreanische Geiseln kommen frei


Das Treffen fand im zentralafghanischen Ghasni statt: Dort haben Taliban und Diplomaten über die Freilassung der südkoreanischen Geiseln verhandelt - erfolgreich. Nach knapp sechs Wochen sollen die Entführten aus der Gefangenschaft entlassen werden.

Die afghanische Taliban-Miliz und die südkoreanische Regierung haben ein Abkommen zur Freilassung der 19 südkoreanischen Geiseln erzielt. Sowohl die Regierung in Seoul als auch ein Taliban-Sprecher teilten mit, beide Seiten hätten eine entsprechende Vereinbarung getroffen.

Der Durchbruch kam bei direkten Verhandlungen in der zentralafghanischen Stadt Ghasni zustande. Südkoreanische Diplomaten und zwei Taliban-Vertreter trafen sich zur Fortsetzung der Gespräche in einem Büro des Afghanischen Roten Halbmonds.

Die ursprünglich 23 Angehörigen einer christlichen Hilfsorganisation wurden am 19. Juli verschleppt. Zwei von ihnen wurden später getötet und zwei freigelassen. Die Taliban forderten den Abzug der 200 südkoreanischen Soldaten aus Afghanistan und die Freilassung inhaftierter Gesinnungsgenossen. Letzteres haben die afghanischen Behörden abgelehnt und erklärt, dass es dann nur zu weiteren Entführungen kommen würde.

Weiter in Geiselhaft ist auch der 62-jährige deutscher Bauingenieur, der zusammen mit einem Kollegen am 18. Juli in der Provinz Wardak verschleppt wurde. Dieser erlitt in der Gefangenschaft einen Schwächeanfall und wurde erschossen.

AP AP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker