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Angriff auf Parlament in Tschetschenien: Selbstmordattentäter töten vier Wachen

Islamistische Extremisten haben bei einem Selbstmordangriff auf das Parlament der südrussischen Kaukasus-Republik Tschetschenien mindestens vier Menschen getötet.

Islamistische Extremisten haben bei einem Selbstmordangriff auf das Parlament der südrussischen Kaukasus-Republik Tschetschenien mindestens vier Menschen getötet. Drei Angreifer stürmten am Dienstagmorgen in das Gebäude, schrien "Allahu Akbar" ("Gott ist der Größte") und schossen um sich. Alle drei sprengten sich Augenzeugen zufolge in die Luft. Russische Soldaten brachten das Gebäude schließlich unter Kontrolle. Mindestens 17 Menschen wurden verletzt.

Die Regierung in Moskau bekommt den Aufstand islamistischer Extremisten an der Süd-Flanke des Landes nicht unter Kontrolle. Immer wieder kommt es in der von bitterer Armut und Korruption geprägten Region zu Schießereien und Bombenanschlägen.

Sowohl Ministerpräsident Wladimir Putin wie Präsident Dmitri Medwedew telefonierten am Dienstag mit dem tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow, was als Zeichen gewertet wurde, dass beide am früheren Aufständischen festhalten wollen. Die Unterstützung Kadyrows habe sich jedoch als Fehler erwiesen, sagte Analyst Jewgeni Wolk von der Moskauer Jelzin-Stiftung. "Kadyrow hatte versprochen, alles unter Kontrolle zu bringen." Der Regierung seien die Ideen ausgegangen, eine Lösung für die fortwährenden Angriffe zu finden, so Wolk. "Das Potenzial des Aufstandes ist gewaltig und wird durch Arbeitslosigkeit und Armut weiter gefördert."

Reuters / Reuters
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