VG-Wort Pixel

Anonymous schlägt wieder zu Hacker kapern Seite des syrischen Verteidigungsministeriums


Die Internetseite des syrischen Verteidigungsministeriums ist seit Montag nicht mehr zu erreichen. Schuld ist ein alter Bekannter: die Hackergruppe Anonymous.

Aus Protest gegen die blutige Niederschlagung der Demokratiebewegung in Syrien hat die Hackergruppe Anonymous nach eigenen Angaben die Internetseite des syrischen Verteidigungsministeriums geknackt. Die Website www.mod.gov.sy war am Montag nicht erreichbar, nachdem Anonymous am Sonntag über den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter einen Hackerangriff auf das Ministerium angekündigt hatte. Die Internetpiraten veröffentlichten auch ein Foto der gekaperten Seite, auf der sie kurzzeitig Bilder von blutenden Demonstranten und eine Nachricht an das syrische Volk platzieren konnten.

In der Botschaft erklärten die Hacker, die Welt unterstütze die syrische Opposition gegen das "brutale Regime" von Präsident Baschar el Assad. "Zeit und Geschichte" seien auf der Seite des syrischen Volkes. "Alle Tyrannen werden fallen und dank eures Mutes wird Baschar el Assad der nächste sein", hieß es in der Botschaft, die sich auch an das Militär richtete. Die Armee müsse "das syrische Volk zu beschützen", forderte die Hackergruppe. Wer den Befehl gebe, "Frauen, Kinder und Alte" zu töten, müsse wegen Hochverrats angeklagt werden.

Anonymous war mit Online-Angriffen auf Gegner der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks bekannt geworden. Die Hacker hatten Angriffe gegen das Kreditkartenunternehmen Visa und den Internet-Bezahldienstleister PayPal gestartet, die nach der Veröffentlichung von geheimen US-Diplomatendepeschen Zahlungen an Wikileaks eingestellt hatten. Im Juli behaupteten die Hacker, auch Internetseiten der NATO geknackt und dabei große Mengen vertrauliche Daten entwendet zu haben.

jwi/AFP AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker