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Anschlag in Tel Aviv: Israel beschuldigt Syrien und Iran

20 Menschen wurden bei dem jüngsten Selbstmordanschlag in Tel Aviv verletzt, zum Teil schwer. Israel beschuldigt nun Syrien und Iran hinter der Tat zu stecken.

Nach dem jüngsten Selbstmordanschlag in Tel Aviv hat Israel schwere Vorwürfe gegen Syrien und den Iran erhoben. Aus Regierungskreisen hieß es am Freitagmorgen, Verteidigungsminister Schaul Mofas beschuldige Syrien, die Tat geplant zu haben, während der Iran sie finanziert habe.

Mofas kündigte den Angaben zufolge außerdem Angriffe auf Stellungen des Islamischen Dschihads an. Dieser hatte sich zu dem Anschlag am Donnerstag in Tel Aviv bekannt. Es lägen "klare Beweise" für die Verwicklung Syriens und des Irans vor, wurde Mofas weiter zitiert. Israel werde diese Beweise an die USA und die Europäische Union weiterleiten.

Ferner würden die Sicherheitsvorkehrungen um die Stadt Nablus im Westjordanland verschärft. Dort lebte der 22-jährige Attentäter, der bei dem Anschlag in einer Imbissstube ums Leben kam. 20 Israelis wurden verletzt, einer von ihnen schwer.

Mit Blick auf die bevorstehende palästinensische Parlamentswahl signalisierte der israelische Politiker Schimon Peres am Freitag eine grundsätzliche Bereitschaft, auch mit der radikalislamischen Hamas zu verhandeln. Bedingung sei allerdings, dass die Organisation der Gewalt abschwöre, so der langjährige Vorsitzende der Arbeitspartei in einem Radio-Interview. "Wenn der Tiger eine Katze wird, dann ist er eben eine Katze und kein Tiger mehr", sagte Peres über die Hamas.

AP / AP