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Anschlag: Pakistanischer Präsident überlebt Attentat

Zum zweiten Mal innerhalb von elf Tagen hat der pakistanische Präsident Pervez Musharraf ein Attentat auf seinen Konvoi überlebt. Allerdings wurden dabei sieben Unbeteiligte getötet.

Zum zweiten Mal innerhalb von elf Tagen hat der pakistanische Präsident Pervez Musharraf ein Attentat überlebt. Zwei Selbstmordattentäter zündeten am Donnerstag nahe der Hauptstadt Islamabad ihre Bomben, kurz nachdem der Konvoi des Staatschefs die Stelle passiert hatte. Musharrafs Auto wurde beschädigt, er selbst jedoch nicht verletzt. Mindestens sieben Passanten kamen nach Angaben des Innenministeriums ums Leben.

Sieben Tote, vierzehn Verletzte

"Gott sei Dank sind der Präsident und die Mitglieder seines Konvois in Sicherheit", sagte Informationsminister Scheikh Rashid Ahmed in einer kurzen Fernsehansprache. Die Windschutzscheibe von Musharrafs Wagen sei beschädigt worden, der Konvoi jedoch weitergefahren. Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte, bei den sieben Todesopfern handele es sich offenbar ausschließlich um Unbeteiligte. 14 weitere Menschen seien verletzt worden. "Die Kolonne des Präsidenten war gerade vorbeigefahren und etwa eine halbe Minute später ging die Explosion los", beschrieb ein Augenzeuge in Rawalpindi den Anschlag.

Identische Methode

Der Anschlag wurde um 13.40 Uhr (Ortszeit; 09.40 MEZ) nur 300 Meter von der Stelle entfernt verübt, an der bereits am 14. Dezember Attentäter versucht hatten, Musharraf zu töten. Auch damals explodierte eine Bombe wenige Minuten nach dem Vorbeifahren seines Fahrzeugkonvois durch die Straßen von Rawalpindi. Niemand wurde verletzt. Die Behörden vermuteten, die El Kaida könnte in den Anschlag verwickelt gewesen sein. Musharraf lebt im schwer bewachten Hauptquartier der Streitkräfte in Rawalpindi.

Musharraf hat unter Islamisten viele Feinde

Es war bereits mindestens der dritte Attentatsversuch auf Musharraf seit seinem Amtsantritt. Im April fuhr er in einem Auto in der Stadt Karachi an einer Bombe vorbei, die aber nicht explodierte. Drei Islamisten wurden wegen des Anschlags zu lebenslanger Haft verurteilt. Wegen seiner USA-freundlichen Haltung im Kampf gegen den internationalen Terrorismus hat Musharraf sich unter den Islamisten in Pakistan viele Feinde gemacht. Die Sicherheitsvorkehrungen während seiner Reisen sind immer streng. So werden für den Präsidenten Straßen abgesperrt, schwer bewaffnete Soldaten umringen seinen Wagen.

DPA