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Atomstreit: Iran lehnt Kompromiss ab

Der Iran will nach Angaben seines Außenministers Manuchehr Mottaki nicht auf den internationalen Kompromissvorschlag im Atomstreit eingehen und Uran zur Anreicherung ins Ausland schicken.

Der Iran will nach Angaben seines Außenministers Manuchehr Mottaki nicht auf den internationalen Kompromissvorschlag im Atomstreit eingehen und Uran zur Anreicherung ins Ausland schicken. Iran werde kein schwach angereichertes Uran ins Ausland senden, um es dort weiter anreichern zu lassen, sagte Mottaki am Mittwoch der Nachrichtenagentur ISNA. Stattdessen werde ein Materialtausch im Inland erwogen, zitierte die Agentur den Außenminister.

Die fünf ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrates und Deutschland hatten bei den wieder aufgenommenen Atomverhandlungen in Genf vorgeschlagen, der Iran solle sein schwach angereichertes Uran in Russland und Frankreich weiter anreichern lassen. Das angereicherte, ausschließlich für die friedliche Nutzung etwa in der Medizin geeignete Material könnte dann zurückgeliefert werden. Später war der Vorschlag von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) weiter vorangetrieben worden.

Teheran hatte zwischenzeitlich erklärt, der Iran wolle lieber angereichertes Iran aus dem Ausland zukaufen, ohne sein schwach angereichertes Material dafür abzugeben. Der Iran hatte stets wirtschaftliche und technische Gründe dafür angeführt, dass der ursprüngliche Vorschlag nicht in Gänze angenommen werden könne.

DPA / DPA