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Bagdad: US-Soldaten töten neun irakische Zivilisten

Die US-Armee hat bei einem Einsatz im Irak versehentlich neun Zivilisten erschossen, darunter ein Kind. Der Vorfall ereignete sich bei Einsatz gegen el-Kaida-Kämpfer, als ein US-Kampfhubschrauber auf einen Kontrollpunkt lokaler Sicherheitskräfte feuerte. Das US-Militär hat eine Untersuchung eingeleitet.

Bei einem US-Luftangriff im Süden von Bagdad sind nach amerikanischen Militärangaben versehentlich ein Kind und acht weitere irakische Zivilisten getötet worden. Drei Iraker, unter ihnen zwei Kinder, wurden verletzt. Die Aktion am Samstag habe sich gegen mutmaßliche Aufständische gerichtet, teilte das US-Militärkommando am Montag in Bagdad mit. Es werde untersucht, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. US-Militärs seien anschließend mit lokalen Scheichs zusammengetroffen, die die Familien der Opfer repräsentierten.

Die Leichen von acht Opfern des Luftangriffs wurden am Montagmorgen ins Krankenhaus von Iskanderija, 40 Kilometer südlich von Bagdad, gebracht. Unter ihnen waren auch zwei Frauen. Sie gehörten zwei Familien an. Ihre Häuser waren von den amerikanischen Bomben getroffen worden. Die Männer beider Familien hatten sich den vom US-Militär unterstützten sunnitischen Bürgerwehren angeschlossen. Diese helfen den Amerikanern bei der Bekämpfung der Terrorgruppe El Kaida im Irak und anderer Aufständischer.

Sieben El-Kaida-Kämpfer wurden getötet

Bei US-Luftangriffen in Tikrit wurden in der Nacht zum Montag sieben El-Kaida-Kämpfer getötet, hieß es aus Sicherheitskreisen in der Stadt 180 Kilometer nördlich von Bagdad. Irakische Verbände töteten in derselben Region vier Angehörige der El Kaida. Neun weitere wurden verletzt und insgesamt 76 festgenommen. Im Bagdader Stadtteil Mansur ermordeten Bewaffnete einen Beamten des irakischen Außenministeriums.

DPA / DPA
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