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Gewalt in Südosttürkei: Bislang 390 PKK-Kämpfer durch türkische Luftangriffe getötet

Hunderte Kämpfer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK sind bei Luftangriffen des türkischen Militärs in den letzten Wochen gestorben. Der IS bekämpft Ankara hingegen kaum. Unterdessen sind erneut türkische Polizisten angegriffen worden.

Drei Särge von kurdischen Männern werden durch eine Menschenmenge getragen

Bei Angriffen des türkischen Militärs auf kurdische Stellungen sterben seit Wochen immer wieder Anhänger der PKK

Die Gewalt zwischen dem türkischen Staat und den Rebellen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) reißt nicht ab. Bei türkischen Luftangriffen auf PKK-Stellungen wurden nach amtlichen türkischen Angaben bisher 390 PKK-Kämpfer getötet. Die PKK tötete am Wochenende laut Medienberichten erneut einen türkischen Polizisten. Der kurdische Oppositionspolitiker Selahattin Demirtas forderte ein Ende der Gewalt, in Deutschland demonstrierten Tausende gegen die türkischen Luftangriffe.

Ankara geht seit mehr als zwei Wochen mit seiner Luftwaffe gegen Stellungen der kurdischen Rebellen vor allem im Nordirak vor. Unter den insgesamt 390 kurdischen Todesopfern seien mindestens vier Anführer der PKK sowie 30 weibliche Kämpfer, meldete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag. 400 weitere PKK-Kämpfer seien verletzt worden, 150 davon schwer.

Die PKK wiederum griff in der Nacht zum Sonntag erneut die Polizei im Südosten der Türkei an. Bei der Attacke in Midyat in der Provinz Mardin wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur Dogan ein Polizist getötet und ein weiterer verletzt.

Davutoglu fordert PKK zum Verlassen der Türkei auf

Demirtas, der Ko-Chef der kurdischen Oppositionspartei HDP, rief beide Seiten am Samstag erneut zu einem Ende der Gewalt und zu einer Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen auf. In der Stadt Van in der Osttürkei sagte er vor Journalisten: "Die PKK muss sofort den Finger vom Abzug nehmen und erklären, dass sie den Waffenstillstand respektiert." Die Regierung wiederum müsse ihre militärischen Einsätze beenden und sich zum Dialog bereit erklären.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu reagierte positiv auf die Äußerungen von Demirtas: "Der Appell kommt spät, aber er ist zweckmäßig." Er forderte zugleich, dass die PKK die Türkei "verlassen" müsse, damit die Militärangriffe gestoppt würden.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) warnte davor, den Friedensprozess in der Türkei "gegen die Wand" zu fahren. "Nur auf dem Verhandlungsweg kann ein Rückfall in die gewaltsamen Auseinandersetzungen der 90er Jahre verhindert werden", sagte er der "Rheinischen Post" vom Samstag. Dies hätte sonst "unabsehbare Folgen für die ganze Region". Er fügte hinzu: "Die türkische Führung hat uns und den europäischen Partnern zugesichert, dass sie am Friedensprozess festhalten will." Ankara verlange aber, dass die PKK ihre Angriffe einstelle.

Drei Angriffe gegen den IS, dutzende gegen die PKK

In Köln protestierten am Samstag mehrere tausend Menschen friedlich gegen die türkischen Luftangriffe auf die PKK. Die Polizei zählte etwa 6000 Teilnehmer, die Veranstalter hingegen 15.000. Kleinere Proteste gab es in Brüssel.

Die PKK und die Türkei hatten ihren 2013 geschlossenen Waffenstillstand aufgekündigt, nachdem bei einem Selbstmordanschlag auf ein prokurdisches Treffen im türkischen Suruc vor drei Wochen 32 Menschen ums Leben gekommen waren. Ankara machte die Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) für den Anschlag verantwortlich. Viele Kurden werfen aber der türkischen Regierung vor, den IS zu dulden oder sogar zu unterstützen.

Die Türkei hatte danach einen "Krieg gegen den Terrorismus" ausgerufen, der sich gleichzeitig gegen den IS und die PKK richten sollte. Bisher wurden jedoch nur drei Angriffe gegen den IS in Syrien bekannt gegeben, während dutzende Angriffe auf PKK-Stellungen geflogen wurden.

ono / AFP
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(