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Brasilien: "Behandlungen" gegen Homosexualität wieder erlaubt

Bislang war es Psychologen in Brasilien untersagt, "Behandlungen" gegen Homosexualität anzubieten. Ausgerechnet der Menschenrechtsausschuss des Parlaments hat das Verbot jetzt gekippt.

Als wäre gleichgeschlechtliche Liebe eine Krankheit: Der Menschenrechtsausschuss im Unterhaus des brasilianischen Parlaments hat einem Gesetzentwurf zugestimmt, der Maßnahmen zur "Heilung" von Homosexualität vorsieht. Der Ausschuss unter dem Vorsitz des umstrittenen evangelikalen Pastors Marco Feliciano setzte am Dienstag ein Regelwerk außer Kraft, wonach es Psychologen untersagt ist, Klienten "Behandlungen" gegen Homosexualität anzubieten.

"Es gibt keine Behandlung für etwas, das keine Krankheit ist", empörte sich der sozialistische Abgeordnete Simplicio Araujo. Als einziges Ausschussmitglied protestierte er gegen die Entscheidung. Der Ausschussvorsitzende Feliciano ist wegen seiner homophoben und rassistischen Äußerungen berüchtigt. Dass ausgerechnet der Pastor im März zum Leiter des Ausschusses ernannt wurde, hatte vor allem in liberalen Teilen der Bevölkerung scharfen Widerspruch ausgelöst. Feliciano hatte den Posten laut britischem "Guardian" als Teil eines Kuhhandels der großen Parteien erhalten.

Die Ministerin für Menschenrechte, Maria do Rosario, sprach dagegen von einer "rückwärtsgewandten" und "absurden" Maßnahme. Was Brasilien benötige, seien Gesetze zur "Kriminalisierung von Homophobie". Die brasilianische Psychologenvereinigung verwies darauf, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Einstufung von Homosexualität als "Geisteskrankheit" schon "vor mehr als 20 Jahren" gestrichen habe.

Starke Anti-Homo-Lobby im Kongress

Im Mai hatte die Aufsichtsbehörde der brasilianischen Justiz grundsätzlich grünes Licht für die Homoehe gegeben. Der Nationale Rat der Justiz, der vom Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofs geleitet wird, erklärte, Standesbeamten hätten nicht das Recht, schwulen oder lesbischen Paaren den Trauschein zu verweigern. Seit 2011 trauen einige Standesämter gleichgeschlechtliche Paare, andere jedoch nicht.

Einige Bundesstaaten erkennen die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren an, auf nationaler Ebene gibt es bisher allerdings keine Regelung. Im Kongress blockiert bislang eine starke Gruppe religiöser Abgeordneter die Homoehe. Die Mehrheit der 196 Millionen Einwohner Brasiliens ist katholischen Glaubens. Bisher haben nur zwei lateinamerikanische Staaten die Homoehe eingeführt.

jwi/AFP / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.