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Foto-Posse in US-Kleinstadt: Bürgermeister ersetzt Trump-Porträt durch Foto von Indianerhäuptling

Ein US-Bürgermeister hat im seinem Rathaus ein Porträt von Donald Trump abhängen und durch das Bild eines Indianerhäuptlings ersetzen lassen. Die Umdekoration sorgt für mächtig Wirbel in der Lokalpolitik.

US-Präsident Donald Trump: In der Kleinstadt Jackson wurde sein Portrait durch das Bild eines Indianerhäuptlings ersetzt.

US-Präsident Donald Trump: In der Kleinstadt Jackson wurde sein Portrait durch das Bild eines Indianerhäuptlings ersetzt.

In der 10.000-Einwohner Stadt Jackson im US-Bundesstaat Wyoming tobt ein Streit über zwei Porträtfotografien von Präsident Donald Trump und seinem Stellvertreter Mike Pence: Der neugewählte Bürgermeister Pete Muddon hat die beiden Bilder der obersten US-Repräsentanten von einer Wand des Rathauses verbannt und damit eine jahrzehntelange Tradition gebrochen, berichten US-amerikanische Medien, darunter die "Washington Times" und das Lokalblatt "Jackson Hole and News Guide". Ersetzt worden sind die Fotos vom früheren Häuptling Washakie des Shoshone-Indianervolks, der laut Moddun "eine zentrale Rolle bei der Besiedlung der Region" gespielt habe.


Zur Begründung wird der Bürgermeister zitiert, dass seine Stadtregierung sehr stolz auf die Zusammenarbeit und den gegenseitigen Respekt unter den Bürgern sei, Donald Trump jedoch "kein Interesse an all diesen Dingen zeige und wir die falsche Nachricht aussenden, wenn wir ihn mit dem Bild ehren." 

Respektlosigkeit gegenüber Donald Trump?

Seine Tirade gegen Trump ist damit aber noch nicht vorbei: "Wenn ich der Chef einer vertrauenswürdigen Investment-Firma wäre, würde ich auch kein Portrait von Bernie Madoff (verurteilter Anlagebetrüger; d. Red.) in der Lobby aufhängen."

Die Aktion des Bürgermeisters bringt den Vorsitzenden der örtlichen Republikaner auf die Palme. Paul Vogelheim erklärte demnach: "Ich halte das für völlig respektlos und entwürdigend für die Position des Präsidenten." Vogelheim sei enttäuscht, dass so die Spaltung in der Politik der Kleinstadt vorangetrieben werde.

Jim Stanford, Ratsvorsitzender der Kleinstadt, entgegnete: "Das Rathaus ist kein Bundesgebäude und wir sind damit nicht verpflichtet, Fotos des Präsidenten und des Vizepräsidenten aufzuhängen." Es gebe immer wieder Umdekorationen im Rathaus und der Indianerhäuptling sei eine Person, mit der sich alle identifizieren könnten.

Genau das ist bei Donald Trump ganz offensichtlich nicht der Fall.

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