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Dramatische Corona-Lage Dänemark führt erste Maßnahmen wieder ein und die Niederlande planen Shutdown

Corona in den Niederlanden: Maskenpflicht wieder eingeführt
In den Niederlanden wurde erst kürzlich wieder eine Maskenpflicht eingeführt. Eine Woche später plant die Regierung den Shutdown.
© Klemmer/TNN / DPA
Dänemark hatte zuletzt alle Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben. Jetzt häufen sich die Neuinfektionen. Die Regierung verschärft die Maßnahmen. In den Niederlanden ist bereits ein Shutdown notwendig.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in den Niederlanden ist am Donnerstag auf über 16.000 gestiegen und hat somit einen Höchstwert erreicht. Noch nie zuvor während dieser Pandemie wurden innerhalb eines Tages so viele neue Corona-Fälle gemeldet, wie das Reichsinstitut für Gesundheit und Umwelt RIVM mitteilte. Auch die Zahl der Corona-Patienten steigt. Damit steuert das Land auf einen neuen Teil-Lockdown zu. Das berichten niederländische Medien am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise. So solle ab Samstag ein eingeschränkter Shutdown von drei Wochen beginnen, Gaststätten und die meisten Geschäfte müssten dann um 19 Uhr schließen.

Die geschäftsführende Regierung will im Laufe des Freitags über die neuen Maßnahmen entscheiden. Für den Abend ist eine Pressekonferenz angekündigt. Seit dem Vortag berät die Regierung im Catshuis, dem Amtssitz von Premier Mark Rutte. Auch über die Einführung der 2G-Regel für Gaststätten und Kultur und Sport soll entschieden werden.

Prekäre Lage auf den Intensivstationen

Nach Medieninformationen sollen Bürger nur noch höchstens vier Besucher zu Hause empfangen. Sportwettkämpfe sollen ohne Publikum stattfinden. Kinos und Theater sollten aber mit einem Impfnachweis oder einem negativen Corona-Test weiter genutzt werden dürfen. Die 7-Tage-Inzidenz stieg zuletzt auf mehr als 500 – etwa doppelt so hoch wie in Deutschland.

Auch die Zahlen der Patienten in Krankenhäusern und der Sterbefälle nehmen zu. Am Donnerstag lagen rund 1700 Covid-Erkrankte in den Krankenhäusern. Die Lage vor allem auf Intensivstationen ist so prekär, dass Krankenhäuser bereits vor dem Notzustand warnen. In den vergangenen sieben Tagen waren im Schnitt 24 Menschen an den Folgen von Covid gestorben, in der Vorwoche waren es im Schnitt 18 Tote am Tag.

Auch Dänemark verschärft seine Schutzmaßnahmen

Nach zwei Monaten ohne jegliche Beschränkungen im Land gelten in Dänemark wieder vereinzelte Corona-Maßnahmen. Seit Freitag muss man unter anderem bei größeren Veranstaltungen wie Konzerten und Messen sowie im Restaurant, in der Kneipe oder in der Diskothek wieder seinen Corona-Pass vorzeigen. Damit kann man im nördlichsten deutschen Nachbarland vorweisen, dass man geimpft, genesen oder negativ auf das Coronavirus getestet worden ist.

Dänemark hatte angesichts hoher Impf- und niedriger Infektionszahlen am 10. September alle im Land verbliebenen Corona-Beschränkungen aufgehoben. In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Neuinfektionen jedoch stark angestiegen, zulezt gab es die höchsten Tageswerte des gesamten Jahres. Aus diesem Grund wurde in dieser Woche beschlossen, Covid-19 für zunächst einen Monat wieder als "gesellschaftskritische Krankheit" zu bezeichnen. Das ist notwendig, damit die Regierung ohne vollständige Parlamentszustimmung Beschränkungen wie das Vorzeigen des Corona-Passes beschließen kann.

cl DPA

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