Irans Konflikt mit Israel eskaliert. Iranische Flughäfen stellen den Betrieb ein. Nun soll es eine Explosion in der Hauptstadt Teheran geben. Alles Wichtige im Newsblog.
Wichtige Updates
Jessica Kröll
Bei israelischen Angriffen auf die libanesische Stadt Tyros ist auch eine zum Unesco-Weltkulturerbe zählende archäologische Stätte beschädigt worden. Reporter der Nachrichtenagentur AFP sehen am Montag Trümmerteile und Beschädigungen im Umfeld der römischen Ruinen von Tyros, die von einem Angriff am Vortag herrühren. Der libanesische Kulturminister Ghassan Salamé ruft dazu auf, die Ruinen von Tyros zu schützen. Die Unesco hatte angesichts des Iran-Kriegs bereits im März ihre "tiefe Sorge" um die Welterbestätten in der Region geäußert.
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Tim Schulze
Israel will ebenfalls die Angriffe im Konflikt mit dem Iran einstellen, berichten Medien. Nach Ende einer Sitzung des engeren Ministerkreises um Regierungschef Benjamin Netanjahu sagt demnach ein namentlich nicht genannter ranghoher israelischer Regierungsvertreter: „Auf Wunsch von Trump stellen wir die Angriffe auf den Iran ein.“ Er habe den Eindruck, „dass die derzeitige Eskalation hinter uns liegt“. Für die Berichte gibt es bisher keine offizielle Bestätigung.
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Tim Schulze
Der Iran sperrt nach der jüngsten militärischen Eskalation mit Israel seinen gesamten Luftraum. Das Flugverbot gelte bis auf weiteres, heißt es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Sämtliche Verbindungen an allen iranischen Flughäfen seien gestrichen.
Zuvor hat die iranische Luftfahrtbehörde nur für Teile des Landes ein Flugverbot verhängt. Die Sorge ist groß, dass der Konflikt mit Israel erneut eskaliert. Nach den iranischen Raketenangriffen auf Israel am Sonntag hae die Militärführung ihre Militäroperationen aber vorerst für beendet erklärt.
Zuvor hat die iranische Luftfahrtbehörde nur für Teile des Landes ein Flugverbot verhängt. Die Sorge ist groß, dass der Konflikt mit Israel erneut eskaliert. Nach den iranischen Raketenangriffen auf Israel am Sonntag hae die Militärführung ihre Militäroperationen aber vorerst für beendet erklärt.
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Moritz Dickentmann
Die EU verschärft wegen der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus ihre Sanktionen gegen den Iran. Wie der Rat der Mitgliedstaaten mitteilt, ist das Provinzkommando Hormusgan der Marine der Revolutionsgarden betroffen. Zudem wurden auch ein stellvertretender Befehlshaber der Revolutionsgarden sowie der Sprecher des iranischen Verbands der Exporteure von Öl, Gas und petrochemischen Erzeugnissen mit Strafmaßnahmen belegt.
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Moritz Dickentmann
Der Irak öffnet seinen vorübergehend geschlossenen Luftraum nach den jüngsten Angriffen im Iran-Krieg früher als erwartet. Die aktuelle Lage werde genau beobachtet, teilt die Behörde für zivile Luftfahrt der Staatsagentur INA zufolge mit. Im irakischen Luftraum würde das „höchste Maß an Sicherheit“ gelten. Eigentlich sollte die Sperrung für 72 Stunden, also bis Mittwochabend, gelten.
Die Schließung von Syriens Luftraum wird dagegen um weitere zwölf Stunden verlängert. Geplant war eigentlich, dass der Flugverkehr schon am Vormittag wieder anläuft.
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Jessica Kröll
Irans Armee kündigt „Einstellung“ von Angriffen auf Israel an
Irans Streitkräfte erklären ihre Angriffe auf Israel für beendet. Die Islamische Republik habe zur Unterstützung des Libanons Israel eine „schmerzhafte Antwort“ erteilt, heißt es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung. „Vor diesem Hintergrund wird die Einstellung der Operationen der Streitkräfte bekannt gegeben.“
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Moritz Dickentmann
US-Präsident Donald Trump fordert den Iran und Israel auf, umgehend die jüngsten gegenseitigen Angriffe einzustellen. Die beiden Länder müssten „sofort aufhören zu ‚schießen‘, schreibt Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
„Beide Seiten, Israel und Iran, streben eine sofortige Waffenruhe an! Die finalen Friedensverhandlungen laufen, sofern ihnen nicht Ignoranz oder Dummheit in die Quere kommen. Die Blockade bleibt bis zum Abschluss eines endgültigen Abkommens in vollem Umfang bestehen. Es sollte schnell gehen.“
„Beide Seiten, Israel und Iran, streben eine sofortige Waffenruhe an! Die finalen Friedensverhandlungen laufen, sofern ihnen nicht Ignoranz oder Dummheit in die Quere kommen. Die Blockade bleibt bis zum Abschluss eines endgültigen Abkommens in vollem Umfang bestehen. Es sollte schnell gehen.“
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Moritz Dickentmann
Massive Explosion in iranischer Hauptstadt Teheran
Die iranische Hauptstadt Teheran ist von einer lauten Explosion erschüttert worden. Die Detonation sei am Vormittag im Außenministerium im Zentrum von Teheran zu spüren gewesen, wie ein AFP-Journalist berichtet, der in dem Gebäude an einer Pressekonferenz teilnahm.
„Der genaue Ort und die Ursache dieser Explosion sind noch unbekannt“, berichteten die Nachrichtenagentur Fars und andere iranische Medien. In einigen Teilen Teherans sei die Luftabwehr aktiviert worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr wurde über der iranischen Hauptstadt eine „feindliche“ Drohne abgeschossen.
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Moritz Dickentmann
Die iranischen Revolutionsgarden greifen nach eigenen Angaben eine petrochemische Anlage im israelischen Haifa mit Raketen an. Dies sei die Reaktion auf einen amerikanisch-israelischen Angriff auf eine ähnliche Anlage im Iran, teilt die Revolutionsgarde mit. Weitere Angriffe auf zivile Ziele und Energieanlagen in der Region würden Folgen für die Weltwirtschaft haben. Die Verantwortung dafür trügen die USA.
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Moritz Dickentmann
Der Iran warnt vor einem Scheitern der Friedensbemühungen von US-Präsident Donald Trump. Die israelischen Angriffe und die iranischen Gegenangriffe belasteten den „chaotischen diplomatischen Prozess“ mit den USA, teilt das Außenministerium mit. Zudem verstärke die Entwicklung das Misstrauen der Regierung in Teheran gegenüber Washington, sagt Ministeriumssprecher Esmail Baghaei. Die USA trügen die Verantwortung für die jüngsten Verletzungen der Waffenruhe, da Israel nicht ohne Rücksprache mit Washington handele.
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Moritz Dickentmann
Iran: Flughäfen stellen Betrieb ein – Flugabwehr aktiv
Nach israelischen Angriffen in der Nacht stellt der Flughafen in Teheran bis auf Weiteres den Betrieb ein. Flüge von den Flughäfen Imam Chomeini International und Mehrabad seien derzeit eingestellt, berichtet die regierungsnahe Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf eine offizielle Stellungnahme. Auch seien Flüge an allen Flughäfen im Westen des Landes eingestellt, heißt es.
Zudem sei in der westiranischen Stadt Kermanschah die Flugabwehr aktiv, um feindliche Geschosse abzufangen, hieß es weiter. Der Flughafen der Stadt stelle ebenfalls seinen Betrieb bis auf Weiteres ein, heißt es in einem zusätzlichen Bericht der Agentur.
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Moritz Dickentmann
Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen beansprucht erstmals seit Wochen wieder einen Angriff auf Israel für sich. Sie habe mehrere Raketen auf Israel gefeuert, teilt Militärsprecher Jahja Sari mit. Zugleich verkündet er eine „komplette Blockade“ der Seefahrt für Israel im Roten Meer. Jegliche israelische Bewegungen dort würden als „militärische Ziele“ betrachtet. Damit könnten im Roten Meer erneut auch Handelsschiffe in Gefahr geraten, die nach Einschätzung der Huthi einen Bezug zu Israel haben und etwa israelische Häfen ansteuern.
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Moritz Dickentmann
Die britische Regierung ruft den Iran und Israel zur Deeskalation auf. „Niemand hat ein Interesse an der Wiederaufnahme des Konflikts zwischen dem Iran und Israel“, schreibt Außenministerin Yvette Cooper auf der Plattform X. „Beide Seiten müssen sich in Zurückhaltung üben und die Lage unverzüglich deeskalieren." Die Verhandlungen für eine dauerhafte, für alle notwendige Lösung müssten fortgesetzt werden, um Frieden und Stabilität in der Region zu erreichen und den globalen Handel wiederherzustellen.
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Moritz Dickentmann
Die vom Iran unterstützte Miliz Kataib Hisbollah im Irak droht mit neuen Angriffen auf US-Militärstützpunkte in der Region. Sie werde solche Angriffe durchführen, wenn die USA sich direkt an der neuen Eskalation zwischen dem Iran und Israel beteiligten, teilt die Miliz mit. Die Mitteilung kam nach den jüngsten Raketenangriffen des Irans auf Israel.
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Moritz Dickentmann
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kritisiert die jüngsten Kampfhandlungen zwischen Israel und dem Iran. „Ich denke, die Region braucht keine weitere Eskalation“, sagt Kallas vor einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Nikosia. Stattdessen sollten sich die Kriegsparteien „an den Verhandlungstisch setzen und eine Einigung erzielen“, fordert sie.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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