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Daimler, RWE, Symrise: Deutsche Unternehmen reagieren auf Unruhen in Ägypten

Deutsche Konzerne reagieren auf die anhaltenden Massenproteste: Der Energiekonzern RWE und der Autobauer Daimler haben Mitarbeiter aus Ägypten nach Deutschland geholt. Der Aromenhersteller Symrise hält seine Betriebsstätten am Montag geschlossen.

Der Energiekonzern RWE und der Autobauer Daimler ziehen angesichts der Unruhen in Ägypten Mitarbeiter aus dem Land ab. Rund 90 Personen - Kollegen mit ihren Familien - seien mit einer Chartermaschine am frühen Montagmorgen in Hamburg gelandet, sagte eine Sprecherin der Öl- und Gasfördertochter RWE-Dea. Die Produktion gehe aber weiter.

Die Beschäftigten, die im Land geblieben sind, befänden sich an sicheren Orten. "Wir beobachten die Situation sehr genau", sagte die Sprecherin. Die Anlagen seien geschützt und befänden sich außerhalb der großen Städte.

Daimler fliegt Mitarbeiter aus

Bei Daimler sollen mehrere Dutzend Mitarbeiter aus dem ägyptischen Produktionswerk ausgeflogen werden. "Wir haben uns entschieden, die Mitarbeiter zurückzuholen", sagte ein Sprecher am Montag in Stuttgart. Es handele sich um eine niedrige zweistellige Zahl. Die Produktion ruhe bereits seit Sonntag.

RWE-Dea beschäftigt rund 140 Mitarbeiter in seiner ägyptischen Landesgesellschaft. Hinzu kommen 1100 Beschäftigte im Gemeinschaftsunternehmen Suez Oil. Nach Angaben der Sprecherin sind es vor allem Ägypter.

Symrise schließt Produktionsstätten

Weiterhin im Land befinden sich die Mitarbeiter des Duft- und Aromenherstellers Symrise. Allerdings blieben die Betriebsstätten der Firma am Montag geschlossen. Das sei eine vorsorglich Sicherheitsmaßnahme, sagte ein Unternehmenssprecher. Zwar seien die Mitarbeiter nicht akut gefährdet, aber wegen der landesweiten Ausgangssperre habe sich das Unternehmen zu diesem Schritt entschlossen. Aktuell könne in der Krise keiner genau sagen, was passiere. Symrise entscheide daher auf Tagesbasis über die zu treffenden Maßnahmen.

RWE und Symrise sind schon seit über 30 Jahren in Ägypten aktiv. Einen Rückzug aus dem Land schloss RWE-Chef Großmann aus, es handele sich um ein langfristiges Engagement: "Wir sind da und wir bleiben da."

DPA/Reuters / DPA / Reuters
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