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Statement zum Handelskrieg Trump preist sich selbst als den "Auserwählten" – und beleidigt damit auch seine Vorgänger





OT Donald Trump:
"Viele sagen, das hier sei Trumps Handelskrieg. Das ist nicht mein Handelskrieg. Das ist ein Handelskrieg, der schon lange von anderen Präsidenten hätte geführt werden müssen. Jemand musste es machen. Ich bin der Auserwählte. Jemand musste es machen. Also fordere ich China mit diesem Handelskrieg heraus. Und wissen Sie was? Wir gewinnen."


Die Augen gen Himmel gerichtet, hat sich US-Präsident Donald Trump selbst als den "Auserwählten" bezeichnet. 


Angesprochen auf den Handelskonflikt mit China argumentiert Trump, seine Vorgänger hätten sich von China über den Tisch ziehen lassen.


Nun liege es an ihm, den Kampf für die Amerikaner auf sich zu nehmen. 


Ein bekannter jüdischer Verschwörungstheoretiker hatte Trump jüngst als den „König von Israel“ bezeichnet.


Möglicherweise bezieht sich der US-Präsident mit seiner Aussage auf diese und weitere Behauptungen rund um sein angebliches Engagement für Juden, die in der Bibel als das „auserwählte Volk“ gelten.


Die USA und China stecken seit über einem Jahr in einem erbitterten Handelsstreit fest.


Seitdem überziehen sie sich gegenseitig mit Strafzöllen auf Waren im dreistelligen Milliardenwert.


Experten warnen im Zuge des durch den Handelskrieg verursachten schwächeren globalen Wachstums vor einer Rezession. 


Trump hingegen beteuert, der Handelskonflikt der zwei größten Volkswirtschaften werde die US-Wirtschaft und Verbraucher nicht belasten.


OT Donald Trump
"Die US-Wirtschaft läuft phänomenal gut."


Das unabhängige Budgetbüro des Kongresses gab allerdings jüngst bekannt: Die Handelskonflikte werden das Einkommen jedes amerikanischen Haushalts bis 2020 schätzungsweise um 580 US-Dollar verringern.


Damit ist die jüngste Eskalation mit neuen Strafzöllen auf Chinas Waren noch nicht mal mit einkalkuliert.


Fest steht: Donald Trumps Ego bleibt nach wie vor ungebrochen. 
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Der US-Präsident argumentiert seine Sicht der Dinge auf den erbitterten Handelskrieg mit China. Längst hätten seine Vorgänger sich mit den Chinesen anlegen müssen. Dabei fällt Trump vor allem mit seiner zum Narzissmus neigenden Wortwahl auf.

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