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Brief aus dem Weißen Haus "Das ist FALSCH" – Lehrerin korrigiert Trumps Rechtschreibfehler


Yvonne Mason, pensionierte Lehrerin, legt Wert auf Rechtschreibung und Grammatik. Auch bei Donald Trump – besonders bei dem. Der US-Präsident musste sich nun belehren lassen.

Einmal Lehrerin, immer Lehrerin. Yvonne Mason ist zwar schon 61 Jahre alt und ist im vergangenen Jahr in Rente gegangen. Doch als die ehemalige Englisch-Lehrerin kürzlich einen Brief bekam, der nur so vor Rechtschreib- und Grammatikfehlern strotzte, musste sie einfach noch einmal zum Rotstift greifen. Der Absender ist nun ihr wohl bekanntester Schüler: US-Präsident Donald Trump.

Mason hatte ihm vor einiger Zeit geschrieben und den Präsidenten aufgefordert, sich mit den Familien der 17 Opfer des Amoklaufs in Parkland zu treffen, berichtet die "New York Times". Anfang Mai erhielt sie einen Antwortbrief, der sie sowohl inhaltlich als auch formal aufregte.

Schwächen bei der Groß- und Kleinschreibung

Das Weiße Haus ging in seinem Schreiben nicht auf ihren Vorschlag ein, sondern führte lediglich eine Reihe von Maßnahmen auf, die man ergriffen habe, um für mehr Sicherheit an Schulen zu sorgen. Zudem wimmelte es von Fehlern – und da versteht Mrs. Mason keinen Spaß.

"Ich kann schlechtes Schreiben nicht ausstehen. Wenn jemand in der Lage ist, es besser zu machen, dann soll er es besser machen", sagte sie der New York Times. Also korrigierte Mason den Brief des Präsidenten, postete ein Bild der korrigierten Version auf Facebook und schickte den Brief an das Oval Office zurück.

Vor allem an der Groß- und Kleinschreibung haperte es. "Das ist keine richtige Konstruktion", kommentiert sie einen Satz. Ganz oben empfiehlt sie dem Präsidenten einen Grammatik-Check. Und ganz am Ende des Briefes schreibt sie, mit der Verzweiflung einer engagierten Lehrerin und Sprachliebhaberin: "Oh mein Gott, das ist FALSCH!" Sie habe noch nicht einmal alle Fehler angestrichen, erzählt Mason.

Der Facebook-Post wurde bereits mehr als 1.500 Mal geteilt, viele User sind amüsiert, aber auch erschrocken über den schlampigen Brief aus dem Büro des Präsidenten. Das Schreiben dürfte zwar nicht von Trump selbst stammen, dennoch darf man erwarten, dass im Weißen Haus die Regeln der eigenen Sprache bekannt sind.

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